Aufgaben nicht beenden: manchmal die beste Entscheidung
Was man anfängt, sollte man auch zu Ende bringen. So habe ich das gelernt, doch inzwischen weiß ich, dass diese Regel falsch ist. Durchhaltevermögen, Ausdauer und Disziplin sind wichtige Erfolgsfaktoren, doch Projekte abbrechen, Aufgaben vorzeitig beenden zu können, ist für unseren „Gesamterfolg“ ebenfalls von Bedeutung.
Zu Beginn eines Projekts können wir unmöglich alle möglichen Entwicklungen vorhersehen, auch eine sorgfältige Prüfung bewahrt uns nicht mit Sicherheit davor, einen falschen Weg einzuschlagen. Manche Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft lassen sich vorhersehen, andere nicht. Und dann sind da noch die ganzen Entwicklungen in unserem Privatleben!
Entscheidungen, die zu einem früheren Zeitpunkt, der oft viele Jahre zurückliegt, richtig für uns waren, können für uns dennoch bedeuten, dass wir heute auf dem falschen Weg sind. Wir verändern uns jeden Tag ein bisschen. Heute müssen wir den Weg gehen, der heute für uns richtig ist, nicht den, der für die Person richtig war, die wir damals waren. Was uns damals wichtig war, ist es heute möglicherweise nicht mehr.
Haben wir schon viel Zeit, Geld oder Mühe in ein Projekt investiert, fällt es uns schwerer, uns davon zu lösen, die Sache aufzugeben. Das ist nicht schlecht, denn dabeizubleiben, durchzuhalten ist oft das, was den Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage ausmacht. Die Gefahr ist, weiterzumachen, weil (!) wir schon so viel investiert haben. Den Rest des Beitrags lesen »



