Gerade hat der Internetkonzern Yahoo die neue Version seines Onlinekalenders in deutscher Sprache zum Testen freigeschaltet. Im Web 2.0 Blog TechBanger.de habe ich zum Yahoo Kalender 2.0 schon einiges geschrieben.
Die neue Version ist interessant, doch ob ein Kalender, der über den Browser bedient wird, die beste Lösung ist, das ist eine andere Frage. Kalender sind heute längst nicht mehr immer aus Papier, obwohl Kalender in Buchform, Wochenkalender und ganz besonders Zeitplanbücher nach wie vor sehr nützliche Arbeitsmittel sind. Einfach, aber wirkungsvoll.
Personal Digital Assistants (PDAs) als elektronische Variante von Kalender, Kontaktverwaltung, Aufgabenlisten und Notizen bieten allerdings seit einiger Zeit handfeste Vorteile. Verdrängt werden die PDAs inzwischen durch Smartphones, also Handys, die umfangreiche Organizer-Funktionen integriert haben. Schon “normale” Handys bieten in dieser Hinsicht eine Menge, doch Smartphones können das noch etwas besser und bringen zusätzliche Business-Funktionen mit. So sind sie etwa für eine mobile Internetnutzung prädestiniert.
Yahoo bietet einen Onlinekalender schon seit Ewigkeiten an, lange vor Web 2.0 und mobilem Internet. Dadurch, dass der Zugang zum Internet nicht mehr an den Arbeitplatzrechner im Büro oder den heimischen PC gekettet ist, sondern das Internet durch W-LAN Hot Spots und Datenflatrates unterwegs und letztlich überall verfügbar wird, werden Onlinekalender immer interessanter, besonders wenn man seine Termine mit anderen teilen möchte.
Onlinekalender erscheinen im Vergleich zur rein stationären Nutzung eines Personal Information Assistant (PIM) wie Outlook von Microsoft zunächst flexibler. Allerdings bietet Microsoft mit Outlook Web Access eine sehr umfangreiche Onlinelösung an, die sich natürlich auch mit den Daten am PC abgeleichen lässt.
Da die Smartphones jedoch inzwischen vollwertige Organizer sind und der Abgleich, das Synchronisieren der Daten zwischen Telefon und PC, inzwischen meistens gut funktioniert, ist diese Variante derzeit aus meiner Sicht die flexibelste und leistungsstärkste. Außerdem möchte man seine Daten vielleicht gar nicht auf einem fremden Server lagern. Kalender, Notizen, Aufgaben und alle Kontakte plus E-Mails ergeben zusammen eine Sammlung an Daten, auf die man aufpassen sollte.
Datenpannen sind nirgends auszuschließen. Wenn man seine Daten für sich behält, hat man es jedoch zumindest selbst in der Hand, ob man seinen PC vor Spionage schützt und sein Smartphone mit all den Daten nicht im Coffeeshop liegen lässt.



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