Tarife für mobiles Internet entwickeln sich erfreulich

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Mit dem Notebook oder mit dem Handy ins Internet zu gehen, ist technisch schon eine Weile möglich. Selbst die Datenraten, die eine mobile Internetnutzung anfangs zu einer Geduldsprobe werden ließen, haben in vielen Gebieten bereits zufriedenstellende Werte erreicht. Sogar richtig schnelles Surfen ist mit dem richtigen Anbieter in einigen Gegenden schon möglich.

Bis vor kurzem waren die Kosten für den mobilen Internetzugang jedoch mit wenigen Ausnahmen viel zu hoch für Privatnutzer, denen der mobile Surfspaß nicht aus der Firmenkasse gesponsert wird. Wer die Entwicklung der Tarife für mobile Internetzugänge verfolgt, wird mir vielleicht zustimmen: 2009 wird das Jahr, in dem die Internetnutzung via Handy, Notebook, Smartphone, Netbook oder einem anderen mobilen Endgerät endlich allgemein erschwinglich wird.

Die erste Jahreshälfte 2009 hat in der Hinsicht eine Menge gebracht. Zum Jahreswechsel gab es zwar schon ein paar interessante Angebote, doch mobiles Internet ohne Stress bei Kosten bieten inzwischen immer mehr Provider an. Eine Handyflat für das mobile Internet ist dabei generell billiger als eine Flatrate für Notebook oder Netbook, die oft per UMTS-Stick realisiert wird.

In einer Pressemitteilung des Onlinemagazins teltarif.de hieß es diesen Monat: “Das Internet auch unterwegs zu nutzen, stößt bei immer mehr Mobilfunkkunden auf Interesse. Grund ist zum einen die steigende Zahl passender Geräte wie Smartphones oder Netbooks. Zum anderen sind auch zunehmend attraktive Tarife für unterschiedliche Nutzertypen am Markt verfügbar.”

Im Voraus bezahlte Datenpakete schaffen zumindest Transparenz bei den Preisen und vermeiden eine lange Bindung mit festen monatlichen Kosten. Für Gelegenheitsnutzer ist das durchaus interessant.”Inzwischen gibt es zahlreiche Datentarife, die auf Prepaid-Basis abgerechnet werden und keine langen Laufzeiten haben. Die Angebote gibt es sowohl für die gelegentliche als auch für die regelmäßige Nutzung”, informiert Markus Weidner vom Onlinemagazin www.teltarif.de. Stellt der Nutzer fest, dass er doch einen anderen Tarif braucht, weil er beispielsweise auf den Geschmack der mobilen Internetnetnutzung gekommen ist, kann er leicht in einen anderen Tarif wechseln.

Interessant ist ein Tarifmodell, welches man bei der Wahl eines Internetproviders im Bereich DSL oder Kabelinternet nicht kennt: Flatrates für einen Tag. So wie man bei einer Tageskarte im öffentlichen Nahverkehr an einem bestimmten Tag beliebig viele Fahrten unternehmen kann, kann man (meist bis zum Erreichen eines bestimmten Datenvolumens) unbegrenzt das Internet nutzen.

“Wer nur an einigen Tagen im Monat, dann aber intensiv unterwegs surfen möchte, kann auf eine Tagesflatrate zurückgreifen. Solche Angebote gibt es außer bei E-Plus in jedem Netz. Die Tarife sind ab 2,50 Euro pro Kalendertag oder pro 24 Stunden erhältlich”, heißt es seitens teltarif. Inzwischen habe ich noch andere Zeitspannen gesehen. “Für eine regelmäßigere mobile Internetnutzung bieten sich Flatrates an, bei denen das Surfen für einen ganzen Monat inklusive ist. Solche Angebote gibt es ab 20 Euro”, sagt Weidner von teltarif. Sein Tipp: “Vor allem Vielnutzer sollten bei der Wahl eines Flatrate-Tarifes für die mobile Internetnutzung auch auf die im Netz verfügbare Geschwindigkeit und die Flächenabdeckung achten.”

Wenn man die Möglichkeit hat, eine Geschwindigkeitsmessung an den Orten durchzuführen, an denen man seinen mobilen Internetzugang später nutzen möchte, sollte man das tun, denn die Unterschiede bestehen eben nicht nur zwischen den Providern, was recht gut zu vergleichen ist. Sie bestehen zusätzlich von Ort zu Ort, denn neben dem (ebenfalls noch recht gut nachvollziehbaren) Ausbaustand des jeweiligen Netzes, kommt es sehr darauf an, wie viele andere Leute gleichzeitig innerhalb derselben Funkzelle mobil online sind.

Der teltarif-Pressetext dazu: “Um die tatsächlichen Werte an einem Ort zu ermitteln, empfiehlt es sich, dies vorher mit der SIM-Karte eines Bekannten zu testen und sich nicht nur auf die Angaben der Anbieter zu verlassen. Grundsätzlich liegen T-Mobile und Vodafone derzeit mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde vorne. o2 bietet zwar ähnliche Geschwindigkeiten, aber noch nicht in so breiter Verfügbarkeit. Bei E-Plus steht bis jetzt nur UMTS mit maximal 384 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung.”

Einfach irgendeinen Tarif bei irgendeinem Provider zu wählen, ist ganz klar das Falsche. Tarife und Technik unterscheiden sich erheblich voneinander. Man kann durchaus etwas falsch machen. Das dürfte viele potenzielle Mobilnutzer des Internets abschrecken.

Positiv gesehen: Wer bereit ist, Tarife zu vergleichen, Testberichte wie den zu Prepaid-Tarifen bei teletarif.de zu lesen und den Willen hat, sich ein wenig mit den Unterschieden vertraut zu machen, kann inzwischen eine Lösung finden, die ihn zu annehmbaren Kosten mobil online bringt.


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