Im Urlaub mobil online
An das Telefonieren mit dem Handy im Ausland haben sich viele Menschen längst gewöhnt, obwohl es Preisobergrenzen noch nicht lange gibt. Ausgerechnet für das mobile Surfen existieren bisher jedoch keine solchen Preisgrenzen.
Dabei ist die mobile Internetnutzung von den Kosten her am schwersten einzuschätzen. Wie lange man telefoniert, lässt sich mit einem einfachen Blick auf die Uhr prüfen. Notfalls stellt man sich einen Alarm ein, der einen daran erinnert, nicht zu lange zu telefonieren. Ebenso lassen sich beim Versenden von SMS die Kosten leicht im Griff behalten, wenn der Preis pro SMS bekannt ist.
Doch wie viele Daten übertragen werden, wenn man im Auslandsurlaub mit dem Handy, dem Notebook oder Netbook ins Internet geht, können selbst erfahrene Nutzer nur schwer abschätzen. Das gilt für die beim Aufruf einer Seite im Web anfallenden Daten, aber außerdem für den Datenverkehr, der im Hintergrund abläuft. Automatische Updates, um sein Computersystem auf dem neuesten Stand zu halten und damit den Computer zu schützen, sind grundsätzlich eine sehr gute Sache. Doch wenn man nicht innerhalb der Reichweite des heimischen WLANs, sondern in einem ausländischen Mobilfunknetz online geht, kann man eine sehr unangenehme Überrasschung bei der nächsten Rechnung erleben. Schon im Inland sind wir gerade erst so weit, dass man (gut informiert) ohne Stress mit den Kosten mobil online gehen kann.
Mit den Kosten für das mobile Surfen im Ausland beschäftigt sich auch die aktuelle c’t-Ausgabe. In einem Pressetext des Fachmagazins steht: “Anders als bei mobilen Telefonaten gibt es für die Datenübertragung innerhalb der EU für den Endverbraucher noch keine Preisobergrenze. In ausländischen Netzen reißen gelegentliche Surf-Sessions schnell große Löcher in die Urlaubskasse.”
Für die Kostenkontrolle empfiehlt die c’t Datenzähler. Wie viel die übertragenen Daten im Urlaub kosten, ist von Urlaubsland zu Urlaubsland extrem verschieden: “Die Preise für die Datenübertragung über Mobilfunknetze schwanken selbst aus EU-Ländern zwischen 2 und 20 Euro pro Megabyte. Schon wer sich im Grenzgebiet aufhält, sollte genau auf das gerade benutzte Mobilfunknetz achten: Auf Sylt ist man schnell bei einem dänischen Netzbetreiber eingebucht, in den Alpen bei einem österreichischen. Wer etwa im Funknetz der Schweiz mit dem falschen Tarif eine Nachrichtenseite aufruft, ist mit einem Schlag um 30 Euro ärmer. In solchen Fällen sollte man folglich immer versuchen, manuell auf das Netz des eigenen Anbieters umzuschalten”, raten die c’t-Experten.
Sich erst am Urlaubsort Gedanken über Datentarife zu machen, ist zu spät. Zuhause lässt sich viel einfacher herausbekommen, ob es am Urlaubsort eine preislich vertretbare Lösung gibt, mobil online zu gehen oder ob man lieber anderweitig ins Netz gehen sollte.
“Es empfiehlt sich, vor dem Urlaub auf der Webseite seines Mobilfunkanbieters nach den besten Konditionen für die Datenübertragung im ausgewählten Land zu suchen. Die Angebote reichen von teurer volumenabhängiger Rechnung bis hin zu Angeboten für Tagesnutzung bei begrenztem Datenvolumen – zusätzliche Übertragungen werden extra berechnet. Um dabei den Überblick zu behalten, helfen Sondernummern der Netzbetreiber, die man anrufen kann. Besser, man hat das Datenvolumen jederzeit im Blick: Datenzähler zur ständigen Selbstkontrolle gibt es als Software fürs Notebook und als Funktion in den meisten Handys. Man findet sie oft bei den Telefonlisten für eingehende, abgehende und verpasste Gespräche” schreibt c’t. “Das Anzeigen der übertragenen Megabytes kann bei der Internet- Nutzung im Ausland, aber auch bei Tarifen mit begrenztem Volumen im Inland vor unliebsamen Überraschungen schützen”, erklärt c’t-Redakteur Rudolf Opitz.




14. Juli 2009 um 00:06 |
[...] möchte, muss beim Auslandsurlaub allerdings weiterhin sehr aufpassen, beispielsweise durch den Einsatz eines Datenzählers. Doch alles Aufpassen und Zählen nützt nichts, wenn man das Internet eine Weile nutzen [...]
11. August 2009 um 11:28 |
[...] auch für das Reisen. So helfen Navigationsgeräte, Stress im Auto zu vermeiden und wer im Urlaub online gehen möchte, bereitet das besser schon am Heimatort vor. Obwohl die Redaktion von [...]