Warum man sich unbedingt bei Twitter anmelden sollte

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Wer noch keinen Account bei Twitter hat, sollte sich schnellstmöglich anmelden. Soweit kann ich dem Magazin iX folgen. Welches der wichtigste Grund ist, sich bei Twitter anzumelden, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt einfach so viele Argumente, Mikro-Blogging zu betreiben.

“Der wichtigste Grund für die sofortige Anmeldung bei Twitter ist das Sichern spannender Account-Namen, etwa zur eigenen Branche, zum Flaggschiff-Produkt oder aber zur Marke”, argumentiert das IT-Profimagazin in seiner aktuellen Ausgabe 8/09.

Aus dem Pressetext: “Die spontanen Kurznachrichten, die weltweit über sieben Millionen User über Twitter verbreiten, gelten bei vielen als überflüssiger Datenmüll. Aber Twitter eignet sich durchaus für den geschäftlichen Einsatz, zum Beispiel zur Trendrecherche, Markt- und Markenbeobachtung. Darüber hinaus bietet der Dienst direkten Zugang zu kleinen Zielgruppen. So stammen von den etwa 60 000 deutschen Nutzern die meisten aus der Online-, PR- und Marketing-Branche. Für einige Unternehmen ist das eine sehr attraktive Zielgruppe, insbesondere wenn es um die aktuellen Trends im Netz geht.”

Angesichts der enormen Präsenz von Twitter sogar in deutschen Massenmedien dieses Jahr wirken die Nutzerzahlen überraschend gering. Doch hier könnte sich bald etwas ändern, obwohl die Wachstumsraten des Services wirklich beeindruckend sind. Twitter möchte leichter zugänglich werden, die Kluft zwischen Bekanntheitsgrad und Nutzung möchte das Unternehmen verringern und hat dazu gute Ideen genannt.

Obwohl innerhalb der aktuellen Nutzergruppen Twitter meiner Ansicht nach in seiner aktuellen Bedeutung stark überschätzt wird, glaube ich daran, dass Twitter sehr gute Chancen hat, auch bei anderen Nutzergruppen stark an Relevanz zu gewinnen. Besonders ob seiner Einfachheit könnte der Mikro-Blogging-Dienst tatsächlich zu einem Medium für Durchschnittsnutzer werden. Die Einfachheit ist vielleicht seine allergrößte Stärke.

Doch nur weil es so einfach ist, Twitter zu nutzen, heißt das nicht, dass man ohne Plan twittern sollte. Sich einen Überblick über die Fakten zu verschaffen, ist da schon ein guter Schritt. Im iX-Pressetext wird dieser Punkt ebenfalls angesprochen: “Angesichts des Informationsüberangebots sollte man sich aber immer die Frage stellen, ob die Botschaft Nutzwert bringt, damit sie auch weitererzählt wird. Eine einfache Übertragung von PR-Schlagzeilen in ein Twitter-Konto verspricht wenig Erfolg. Außerdem sollte man beachten, dass professionelles Twittern personalintensiv ist, die Nutzer erwarten schnelle Reaktionen. Einen interessanten Ansatz fand der US-Lebensmittelhersteller WholeFoods, der über Twitter Inhaltsstoffe und Produktionsmethoden von Lebensmitteln diskutiert. Das Twitter-Team von WholeFood beantwortet jede Kundenanfrage und baut damit eine durchsuchbare FAQ-Datenbank auf. Der so erzeugte Inhalt kann auch für die klassische Website wertvoll sein.”

In der Tat: Keinesfalls sollte man den Aufwand überschätzen, wenn man dieses Tool sinnvoll nutzen möchte. Dennoch rate ich nicht dazu, deshalb lange mit der Twitter-Nutzung zu warten. Im Sinne des 80/20-Prinzips sollten sich Unternehmen nicht zu viel vornehmen, sondern sich auf die vielversprechendsten Möglichkeiten für ihre jeweilige Situation konzentrieren. Möglichkeiten zur sinnvollen Twitternutzung existieren einfach sehr viele.

“Ein anderer Einsatzbereich könnte die interne Kommunikation zwischen Mitarbeitern sein, die an verteilten Standorten sitzen, oder zwischen Mitarbeitern und Stammkunden. Projektbegleitende Direktkommunikation wäre ein weiteres mögliches Einsatzfeld, zumal viele Twitter-Erweiterungen Verbindungen zu anderen Web-2.0-Diensten wie Blogs und sozialen Netzwerken herstellen können. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Zusatzapplikationen. So lässt sich Twitter durch Programmierschnittstellen auch für Statusmeldungen von Geräten und Programmen nutzen”, schreibt iX weiter in seiner Presseinfo zur aktuellen Ausgabe mit “Twitter für Profis” als Titelthema.

Zu den spannendsten Aspekten von Twitter zählt für mich, dass gerade Freiberufler und kleine Unternehmen profitieren können. Neben Kundengewinnung und Kundenbindung sollte vor allem über den Aufbau von Kontakten zu Multiplikatoren und Kooperationspartnern nachgedacht werden, denn im Vergleich zu ausgewachsenen Social Networks wie Facebook oder Xing lässt sich hier weitaus direkter und unkomplizierter ein erster Kontakt aufbauen. Zudem stehen der Nutzung keine finanziellen Hürden entgegen und das Zeitbudget wird bei vernünftiger Nutzung geschont. Wer mir auf Twitter folgen möchte: twitter.com/Oliver_Springer


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