All-in-One-PCs als Alternative zu herkömmlichen PCs

Werbung

Ein billiger PC erfüllt oft voll und ganz die Ansprüche von Computerkäufern. Beim PC-Kauf rate ich dazu, nur so viel auszugeben, um die aktuell benötigte Hardware zu bekommen. Leistung auf Vorrat einzukaufen, lohnt sich beim PC-Kauf nie.

Herkömmliche PCs bekommt man schon für Preise zwischen 200 und 300 €, doch dabei ist zu berücksichtigen, dass man eventuell noch Geld für zusätzliche Geräte wie z. B. einen PC-Monitor ausgeben muss. Insofern lohnen die gerade beliebter werdenden All-in-One-PCs einen Blick. Einen Test von zehn Computern dieser Geräteklasse hat gerade die PC-Welt durchgeführt: “All-in-One-PCs sind eine attraktive Alternative zu klassischen Desktop-Rechnern. Sie vereinen Monitor, Boxen und Webcam in einem Gerät und bereiten dem Kabelgewirr ein Ende – Touchscreen-Modelle machen sogar Maus und Tastatur überflüssig. Was die aktuelle Geräte-Generation leistet und worauf Anwender beim Kauf achten sollten, zeigt die PC-WELT in ihrer neuen Ausgabe (09/2009, EVT 7. August), steht in einer aktuellen Presseinfo.

“Bereits ab 470 Euro sind die neuen All-in-One-PCs zu haben. Da in den Rechner-Schnäppchen meist ein Intel Atom-Prozessor sowie ein Chipsatz mit integrierter Grafik verbaut ist, sind diese Computer nicht sehr rechenstark. Für Aufgaben wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, das Absielen von DVDs und Musik-CDs, das Surfen im Internet sowie die Bearbeitung von Bildern aus der Digitalkamera reicht die Leistung aber vollkommen aus. Vor dem Kauf sollten Anwender allerdings auf eine stabile Verarbeitung des PCs achten, denn die Kunststoffgehäuse der günstigen Geräte sind nicht alle verwindungssteif”, informiert die PC-WELT. “Der Touchscreen muss so eingebaut sein, dass er beim Fingerdruck nicht nachgibt. Bei Stromverbrauch und Geräuschpegel lassen die Billigmodelle dagegen nichts zu wünschen übrig und überzeugen durchweg mit niedrigen Werten”, stellt das Magazin fest.

Viele PC-Nutzer wollen gar keine Programme nutzen, für die sie einen besonders leistungsstarken Computer benötigten. Reine Bürocomputer sind billige PCs schon längst nicht mehr, der Konsum von Filmen, Fernsehen am PC mittels DVB-T-Stick, Radio hören, Urlaubsfotos bearbeiten und natürlich Internetnutzung, um etwa Twitter zu nutzen etc. können preiswerte Geräte ohne Schwierigkeiten bieten. Was heute als leistungsschwacher Computer gilt, wäre vor ein paar Jahren ein High-End-Gerät gewesen. Der technische Fortschritt hat dafür gesorgt, dass ein Großteil der möglichen Anwendungsszenarien mit preiswerten PCs zu bewältigen ist.

“Nutzer, denen die grundlegenden Anwendungen nicht ausreichen, müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dafür bringen All-in-One-PCs der gehobenen Preisklasse zahlreiche Multimedia-Funktionen mit. Per Infrarot-Fernbedienung ist beispielsweise ein drahtloses Navigieren durch die Film- und Musikbibliothek möglich, über den TV-Eingang verwandelt sich der Rechner in einen Fernseher. Nachteile: Die Geräte der Luxus-Klasse haben einen viel höheren Stromverbrauch als die Einsteiger-Modelle, und der Geräuschpegel kann auf empfindliche Ohren schon störend wirken”, schreibt die PC-WELT und rät, vor dem Kauf in jedem Fall eine Hörprobe durchzuführen.

Im Test der PC-WELT waren jeweils fünf aktuelle All-in-One-PCs aus der Einsteiger- und aus der Luxus-Klasse, die sich die Computerexperten genau angesehen haben. PC-WELT-Testsieger unter den preiswerten Computern wurde der Asus Eee Top ET1602 (etwa 470 Euro). Dieses Gerät überzeugte die Tester mit seinem niedrigem Stromverbrauch, sehr leisen Betriebsgeräuschen sowie einem intuitiv bedienbarem Touchscreen. Negativ werteten die Tester dass Fehlen eines DVD-Brenners. In der höheren Preisklasse erzielte der HP Touchsmart IQ820 (rund 1.750 Euro) die besten Testergebnisse. Dieser Computer bietet sogar ein Blue-Ray-Laufwerk sowie eine “ausgefeilte Touchsmart-Oberfläche”.  Mit seiner Luxus-Ausstattung kann der HP Touchsmart IQ820 die TV- und HiFi-Anlage ersetzen, urteilen die Tester.

Für manche Anwender kann ein All-in-One-PC eine gute Alternative zum herkömmlichen Desktop-PC darstellen, doch ich bin der Meinung, dass man sich nicht vorschnell für solch ein Gerät entscheiden sollte. Den herkömmlichen PC kann man generell besser aufrüsten, wenn man doch mehr Leistung benötigt. So lässt sich der Neukauf des nächsten Computers möglicherweise noch eine ganze Weile verschieben.

Sofern man noch eine brauchbare Webcam und einen guten Monitor hat, lohnt es sich, diese weiter zu verwenden, was ebenfalls für den herkömmlichen Desktop-PC spricht. Zubehör bzw. Peripheriegeräte können in vielen Fällen länger als der PC selbst genutzt werden, möchte man auf diesen Vorteil wirklich verzichten? Nur weil ein All-in-One-PC ein attraktives Äußeres mitbringt und Verkabelung spart, sollte man noch nicht dieser Geräteklasse den Vorzug geben. Hilfreich können bei der Kaufentscheidung Erfahrungen mit Notebooks und Netbooks sein, denn im Grunde handelt es sich dabei ja ebenfalls um All-in-One-PCs, was für den mobilen Einsatz ja sinnvoll ist.


Werbung

Kommentar schreiben