Telefonieren über das Internet ist noch beliebter geworden
Voice over Internet Protocol (kurz VoIP) ist beliebt wie nie zuvor. Noch im Laufe des Jahres wird die Zahl der Internet-Telefonierer in Deutschland voraussichtlich 6,8 Millionen erreichen. Das würde eine Steigerung um satte 20 % bedeuten.
Von diesen Zahlen geht der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) auf Basis einer neuen Prognose des European Information Technology Observatory (EITO) laut aktueller Pressemitteilung aus. Für das Jahr darauf ist noch einmal eine deutliche Steigerung zu erwarten: Bei einem Wachstum um rund 21 % erreicht die Zahl der VoIP-Nutzer in 2010 stattliche 8,2 Millionen.
“Die Internet-Telefonie hat sich als Ergänzung und in manchen Fällen auch als Alternative zu den üblichen Formen der Kommunikation etabliert”, stellt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer fest. Es sind nicht allein preiswerte Telefongespräche, die für VoIP sprechen. Gerade für Business-Nutzer zählen die gebotenen Funktionen. Sprachnachrichten beispielsweise können gemeinsam mit E-Mails und Telefaxen in einem Posteingang eingehen.
Bei den Privatnutzern gehört das Wachstum bei schnellen Internetzugängen zu den Faktoren, die die Verbreitung der Internettelefonie forcieren. Längst muss man nicht mehr direkt über den PC telefonieren, der Anschluss eines entsprechend vorbereiteten Telefons direkt an das Internet bzw. der Anschluss von normalen Telefonen an für VoIP geeignete Telefonanlagen ist ganz normal geworden. Das Telefonieren über das Internet ist inzwischen nicht mehr Computerprofis vorbehalten, sondern kann von jedermann genutzt werden. Mit VoiP kann man übrigens die Call-by-Call-Sperre umgehen.
Der BITKOM gibt fünf Tipps zum Thema Telefonieren über das Internet:
1. Technische Voraussetzungen
Für VoIP ist ein schneller Internetzugang per DSL oder Kabel notwendig. Langsame Internetverbindungen unter 1 Mbit/s werden nicht von allen Anbietern unterstützt, zudem leidet die Sprachqualität. Ein günstiger Internetzugang zum monatlichen Pauschalpreis (Flatrate) ist ratsam. Wer am PC telefoniert, braucht einen Kopfhörer mit Mikrofon (Headset). Alternativ gibt es spezielle Telefone mit der für Internetgespräche etablierten SIP-Übertragungstechnik.2. Das alte Telefon weiter nutzen
Wer beim Umstieg auf Internet-Telefonie keine neuen Geräte anschaffen will, benötigt einen VoIP-Adapter. Herkömmliche Festnetz- und Schnurlos-Telefone sowie Telefonanlagen können so weiter genutzt werden. Im einfachsten Fall ist der VoIP-Adapter in das Internetmodem integriert. Solche Zugangsboxen bieten viele Telefon- und Internet-Anbieter beim Abschluss eines Laufzeitvertrags an.3. VoIP-Anbieter wählen und Tarife vergleichen
Zusätzlich brauchen Kunden einen Anbieter für VoIP-Gespräche. Dieser kann, muss aber nicht identisch sein mit dem Internetprovider. Die nötigen Verträge können laut Bundesnetzagentur derzeit bei rund 80 Anbietern abgeschlossen werden. Dabei gibt es die Auswahl zwischen Pauschalen für Gespräche ins Festnetz sowie Tarifen ohne Grundgebühr, die nach Minuten abgerechnet werden. Welches Modell am günstigsten ist, hängt vom eigenen Verhalten beim Telefonieren ab. Beim Vergleich sollte man darauf achten, was Anrufe zu Handys und ins Ausland kosten. Es lohnt sich zudem zu prüfen, ob der bisher genutzte Festnetzanbieter oder alternativ Call-by-Call-Dienste nicht ähnlich niedrige Tarife anbieten.4. Unterschiedliche Vorwahlen bedenken
Bei Abschluss eines VoIP-Vertrages kann der Kunde seine Telefonnummer in der Regel zum neuen Anbieter mitnehmen oder er bekommt eine neue Rufnummer. Diese hat je nach Anbieter die gewohnte Ortsvorwahl, die vom Wohnsitz abhängig ist, oder eine spezielle 032-Vorwahl. Dabei ist zu beachten, dass die Kosten für Anrufe zu solchen Nummern variieren können. Oft sind Anrufe zu 032-Anschlüssen nicht in den Flatrates für Festnetzgespräche enthalten, weil diese nur für normale Vorwahlen gelten. Ein Vorteil ist, dass die Nummer nicht ortsgebunden ist. Wer umzieht, kann sie quer durch Deutschland mitnehmen.5. Kostenlos telefonieren per Instant Messenger
Völlig kostenfrei kann im Internet über Sofortnachrichten-Dienste (Instant Messenger wie ICQ, Windows Live Messenger, Mac Messenger oder Skype) telefoniert werden. Für solche Gratistelefonate müssen beide Gesprächspartner vor dem PC sitzen und beim gleichen Dienst angemeldet sein. Dann ist mit einer Webcam sogar Videotelefonie mit mehreren Gesprächsteilnehmern möglich. Anrufe zu normalen Telefon- oder VoIP-Anschlüssen sind damit aber gar nicht oder nur gegen zusätzliche Gebühren möglich.




17. August 2009 um 14:22 |
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16. November 2009 um 18:04 |
[...] TK-Magazin connect testete zusammen mit dem Testhaus zafaco GmbH die Qualität von Internet-Telefonie und Internet-Verbindungen und war über manche Testergebnisse erschrocken. In einer [...]
13. Dezember 2009 um 18:11 |
[...] hat sich das Telefonieren über das Internet so gut entwickelt, dass dieser Nachteil gar nicht mehr so schwer wiegt. [...]