Speicher für unterwegs
Die Dateien liegen zu Hause auf der Festplatte oder auf dem Bürocomputer? Aber man braucht sie doch jetzt… Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man Dateien nur schlecht mitnehmen. Auf eine Diskette ein paar Textdateien zu speichern, ist natürlich schon lange möglich. Aber viele Dateitypen benötigen einfach zu viel Speicherplatz für Disketten oder selbst für CDs. Seit es günstige DVD-Brenner gibt, hat sich die Lage zwar entspannt, doch wirklich praktisch sind diese Medienarten nicht, wenn es darum geht, wichtige Daten nicht nur ausnahmsweise mitzunehmen.
Eine gute Lösung stellen Webdienste dar, mit denen man Dateien auf mehreren Computern synchron halten bzw. bei Bedarf aus dem Netz ziehen kann. Eine weitere Möglichkeit bieten Flashspeicher wie USB-Sticks und Speicherkarten, die inzwischen ziemlich schnell und sicher sind.
“Klein, erschütterungsfest und mit bis zu einem Viertel-Terabyte Kapazität sind USB-Sticks und Speicherkarten das ideale Transportmittel, um Daten mit auf Reisen zu nehmen. Die Flash-Speicher gibt es in vielen verschiedenen, oft zueinander inkompatiblen Bauformen, und manche lassen sich nur per Adapter am Rechner auslesen. Die Geschwindigkeitsunterschiede sind riesig. Ein genauer Blick auf die Verpackung kann aber hilfreiche Hinweise geben”, informiert das Computermagazin c’t zur aktuellen Ausgabe 18/09 in einer Presseinfo.
“Fehlt ein Hinweis zur Geschwindigkeit auf der Verpackung ganz, ist das ein schlechtes Zeichen”, erläutert c’t-Redakteur Boi Feddern. “Ein Indiz für einen schnellen Stick sind etwa Angaben und Hinweise auf SLC-Flash oder auf Dual- Channel, so genannte Zweikanal-Technik.”
Weiter heißt es im Pressetext: “Besonders beliebt sind USB-Sticks. Einige moderne Speichersticks bieten zusätzlich zum USB- einen so genannten eSATA-Anschluss an, der eine viel höhere Übertragungsrate bietet. Dafür benötigt man aber einen Rechner, der beide Anschlüsse kombiniert.”
Ein Pluspunkt der USB-Speicher-Sticks: Sie sind sehr handlich, lassen sich bequem und einfach verwenden, sofern ein USB-Anschluss am jeweiligen Endgerät vorhanden ist. Bei Desktop-Computern, Notebooks und Netbooks muss man sich da natürlich keine Sorgen machen.
Demgegenüber haben Speicherkarten eigene Stärken, wie die c’t schreibt: “Besonders vielseitig kommen SD-Speicherkarten zum Einsatz. Sie passen in die Digitalkamera, ins Handy, Navigationssystem, MP3-Autoradio oder mobile Video-Player. Auch hier hilft ein Blick auf die Verpackung, um das Tempo der Datenübertragung einzuschätzen: Eine Zahl im halboffenen Kreis gibt die Mindest-Geschwindigkeit an. Manche Modelle schreiben die Daten in der Praxis sogar deutlich schneller auf die Karte.
Wer wirklich Wert auf schnelle Datenübertragung legt, greift zu CF-Karten. Sie transportieren bis zu 90 Megabyte pro Sekunde, womit sie dreimal schneller als USB-Sticks sind. Trotzdem sind sie etwas in Vergessenheit geraten und fristen in teuren Spiegelreflexkameras ein Nischendasein. Wohl auch, weil man für sie ein zusätzliches Kartenlesegerät benötigt.”
Es ist faszinierend, wie billig Speicherkarten und USB-Sticks geworden sind und welche großen Datenmengen man auf ihnen ablegen kann. Allerdings sollte das nicht dazu verführen, leichtsinnig zu sein. Hat man viele wichtige Daten stets dabei, wächst das Risiko, die kleinen Datenspeicher zu verlieren. Deshalb rate ich dazu, sich zu überlegen, welche Daten man wirklich unterwegs braucht. Nur weil so viel Platz auf den Speichermedien ist, muss man ihn nicht füllen.
Bei kleinen Festplatten ist das Problem (entsprechend der höheren Speicherkapazität) noch größer. Kleine Festplatten zum Mitnehmen sind eine wunderbare Sache. Während man bei kleineren Datenmengen die Wahl hat, ob man sie auf einem USB-Stick bzw. einer Speicherkarte mitnimmt oder die Daten im Netz speichert und erst herunterlädt, wenn sie benötigt werden, kommt die Online-Speicherung bei sehr großen Datenmengen nicht immer infrage.
Einerseits bekommt man kostenlos bzw. preiswert keine Speicherkapazitäten, die mit einer Festplatte mithalten könnten. Zudem ist zumindest bei mobiler Internetnutzung die Datenmenge ein Problem. Selbst wenn man eine Datenflatrate nutzt, gibt es meistens eine Grenze von 5 GB beim Traffic. Danach wird es richtig langsam, weil die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Nicht zuletzt bedeutet Datenübertragung per Funk, dass die Übertragung von Daten meistens noch erheblich langsamer läuft als zu Hause über einen guten DSL-Provider oder Kabelinternet.
Daher gilt: Nur weil man großen Mengen von Daten mitnehmen kann, sollte man nicht große Datenmengen stets mitnehmen. Das Notebook oder Netbook wird vermutlich jedoch noch mehr über seinen Besitzer preisgeben, falls es abhanden kommt. Dem eigenen Ruf schaden kann vermutlich nichts mehr als die eigene Computerfestplatte in falschen Händen.




21. August 2009 um 20:45 |
[...] man alle aufheben sollte, nur weil Speicherplatz selbst unterwegs nicht mehr knapp ist, ist diskussionswürdig. Unzweifelhaft möchte aber niemand [...]
21. August 2009 um 22:52 |
[...] Viel Speicher unterwegs auf USB-Sticks und Speicherkarten | billigberaten.biz http://www.billigberaten.biz/wordpress/2009/08/19/speicher-fuer-unterwegs – view page – cached Moderne USB-Sticks und Speicherkarten bieten viel Platz für wenig Geld. Dabei sind die kleinen mobilen Datenträger bei der Datenübertragung oft richtig schnell. — From the page [...]
15. September 2009 um 13:03 |
[...] durchschnittliche Anwender speichert Daten auf verschiedenen Speichermedien. Neben Speicher für unterwegs in Form von Sticks oder kleinen Speicherkarten werden zu Hause externe Festplatten genutzt, die [...]
6. Juni 2010 um 21:20 |
[...] kleinen Speicherkarten waren so teuer, dass man sich mehrmals überlegte, ob man unbedingt 128 MB (damals viel [...]