Technik vor Sommergewittern schützen
Besonders im Sommer geht vom Wetter eine große Gefahr für die Technik aus. Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause, wo Computer und Zubehör im Einsatz sind, sollte man sich gegen Schäden absichern. Neben dem technischen Schaden haben Nutzer oft einen Datenverlust zu beklagen. Wer Fotos richtig archiviert und Sicherheitskopien seiner wichtigen Dokumente angelegt hat, kann seinen Datenverlust zwar minimieren, doch es bleibt auf jeden Fall die Arbeit, Geräte zu reparieren oder neu zu kaufen und anschließend einzurichten. Wenn es darum geht, seinen PC zu schützen, geht es meistens im den Schutz vor Computerviren, dabei kann ein Sommergewitter mindestens ebenso große Schäden anrichten.
Überspannungsschäden treten zwar nicht allein bei Blitzeinschlag auf, doch im Sommer gilt es, besonders wachsam zu sein. Schutzmaßnahmen vor Wetterschäden sind für alle Anwender wichtig. Manche Maßnahmen kosten gar kein Geld, andere sind mit sehr geringen Kosten verbunden. Angesichts des Schadenspotenzials lohnen sich kleine Investitionen in die Sicherheit der Technik. Was für Computer gilt, ist teilweise ebenso für andere Geräte wie Fernseher und Videorekorder zu empfehlen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass Gewitterschäden an unerwarteter Stelle auftreten können. Einen meiner Videorekorder erwischte ein schweres Gewitter nicht über das Stromnetz, sondern über den Kabelanschluss. Seitdem nutze ich einen Überspannungsschutz, der das Antennenkabel einschließt.
Die Kroll Ontrack GmbH, ein Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Datenlöschung und Computer-Forensik, verzeichnet bei hohem Sommertemperaturen “einen signifikanten Anstieg an Wiederherstellungs-Anfragen”. In einem aktuellen Pressetext geben die Experten zehn Praxistipps, wie man seine Computertechnik vor durch Sommergewitter verursachten Schäden schützen kann.
Zehn Tipps zum Schutz der Computertechnik:
1. Bei Gewitter empfiehlt es sich, IT-Geräte abzuschalten und auch die Netzanschlusskabel herauszuziehen. Diese simple Vorsichtsmaßnahme bewahrt EDV-System sicher vor den möglichen Schäden, die ein solches Unwetter anrichten kann.
2. Auch während eines Stromausfalls sollten die Stecker der IT-Geräte gezogen, beziehungsweise die entsprechenden Sicherungen abgeschaltet werden. Denn es besteht die Gefahr, dass die Signalleistung nach dem Ende des Stromausfalls zunächst noch Schwankungen unterliegt, die ebenfalls zu Schäden führen können.
3. Computer sollten in kühlen, trockenen Räumen betrieben werden, um ein Überhitzen der Geräte zu vermeiden.
4. Nicht zu viele Rechner sollten über Verlängerungskabel und Steckdosenleisten an ein und dieselbe Stromquelle angeschlossen werden. Denn sollte die besagte Steckdose von einem Spannungsstoß oder einem Blitzeinschlag betroffen sein, können alle angehängten Computer gleichzeitig beschädigt werden.
5. Rechner werden besser nicht direkt an die Steckdose angeschlossen. Ein Zwischenstecker mit einer Erdung gegen Stoßspannungen und Überspannungsschutz ist eine lohnende Anschaffung.
6. Kleine Firmen mit eigenem Computernetzwerk sollten sich einen Überspannungsschutz anschaffen, der auch die etwaigen Stoßspannungen abfängt, die normalerweise durch die Kabel des Netzwerks weitergeleitet würden.
7. Der Überspannungsschutz ist regelmäßig zu prüfen. Mindestens einmal im Jahr sollten Anwender jedes dieser Geräte kontrollieren, ob sie noch reibungslos funktionieren.
8. Die EDV sollte möglichst über einen eigenen Stromkreis verfügen und sich diesen nicht etwa mit der Klimaanlage, mit Ventilatoren und/oder anderen Geräten teilen müssen. Das verbessert die die Stromversorgung erheblich und schirmt die Rechner gegen plötzliche Unterspannungen ab, die auftreten können, wenn andere, nicht zur IT gehörende Geräte abgeschaltet werden.
9. Spannungsspitzen können einen Computer auch über ein ans Telefonnetz angeschlossenes Modem erreichen. Um Rechner vor Schäden durch Blitzeinschlag zu schützen, sollten deshalb im Falle eines Gewitters die Telefonkabel aus den Buchsen der Modems herausgezogen werden.
10. Unternehmen mit eigenen Netzwerk-Servern sollten in Lösungen zur unterbrechungsfreien Spannungsversorgung (USV) investieren. Eine solche Einrichtung sorgt für eine gleichmäßige Signalleistung ohne Unter- und Überspannungen und stellt über im Bedarfsfall zugeschaltete Akkumulatoren sicher, dass Server auch bei einem Stromausfall weiterlaufen.
Wer mehr wissen möchte oder schon einen Schaden seiner Technik zu beklagen hat, bekommt unter www.ontrack.de weiterführende Infos.
“Wetterkapriolen können erhebliche Schäden an Computern zur Folge haben”, warnt Edmund Hilt, Managing Director bei Kroll Ontrack. Es gibt jedoch Hoffnung: “Wir konnten auch in vielen Fällen eine erfolgreiche Datenrettung gewährleisten, in denen Geräte von Blitzeinschlägen betroffen waren oder durch widrige Wetterbedingungen beschädigt wurden. Jeder kann eine Reihe einfacher und billiger Vorsichtsmaßnahmen treffen, um seine IT-Systeme gegen Sommergewitter und hohe Temperaturen zu schützen. Unternehmen müssen sich der Gefahr wetterbedingter Probleme wie der Überhitzung von EDV-Geräten bewusst sein.”




4. Oktober 2009 um 22:22 |
[...] bekommt man detaillierte, aktuelle Wetterinfos jederzeit im Internet. Um die Technik zu Hause vor Sommergewittern zu schützen, hilft es, zu wissen, was einen erwartet. Und wenn man unter Wetterfühligkeit leidet, ist es [...]
22. Juni 2010 um 20:29 |
[...] ist der natürliche Feind elektronischer Geräte, kann man sagen. Allerdings bedeutet das nicht, dass man elektronische Geräte wie digitale [...]
18. Juli 2010 um 21:55 |
[...] für Computer und andere technische Geräte ein Problem dar. Doch die anschließenden Sommergewitter können im schlimmsten Fall die gesamte Technik zu Hause mit einem Schlag [...]
18. Juli 2010 um 22:21 |
[...] sind im Sommer besonderen Gefahren ausgesetzt. Um das Handy muss man sich von allen wichtigen technischen Geräten bei Sommergewittern wohl die wenigsten Sorgen machen, wenn es nicht gerade am Ladegerät [...]
15. August 2010 um 21:38 |
[...] dem Leben eines Computers schnell ein Ende bereiten und nebenbei wichtige Daten vernichten. Gewitter stellen jedoch nicht die einzige Gefahr für Computer im Sommer [...]