HD-Filme: Warum die Grafikkarte Zeit sparen hilft
Videobearbeitung am PC verlangt dem System einiges ab. Billige PCs, die sich zwar für viele Anwendungszwecke eignen und daher für die meisten Nutzer ausreichend sind, gelangen hier schnell an ihre Grenzen. Wenn es dann noch um HD-Filmmaterial geht, sind sogar aktuelle Computer schon mal überfordert bzw. sehr lange beschäftigt, wenn es um das Konvertieren geht.
Um das Konvertieren von HD-Material zu beschleunigen, kann man zu einer passende Grafikkarte greifen. Die richtige Grafikkarte kann den Vorgang “um ein Vielfaches beschleunigen”, stellt das Computermagazin c’t in Aussicht. “Bei der Software hat der Anwender die Wahl, das Ergebnis detailliert zu beeinflussen oder mit wenigen Klicks zum Ziel zu kommen”, schreibt die Redaktion in einer Presseinformation zum Heft 20/09.
“Das schon weit verbreitete Videoformat MPEG-4 AVC gilt momentan als das mit der effizientesten Kompression. Damit kann man HD-Filme für mobile Abspielgeräte, für die Archivierung auf DVDs oder auch für Web-Anwendungen kodieren und die Dateigröße drastisch verkleinern”, informiert die c’t.
“Doch zum Kodieren eines HD-Films braucht man viel Geduld. Auch hochmoderne PCs benötigen bis zum Vierfachen an Zeit, die der Film selbst eigentlich dauert. Abhilfe schafft, wer die Power seiner Grafikkarte einsetzt, die den Prozessor bei der Rechenarbeit unterstützt. Die beiden Grafikkartenhersteller Nvidia und AMD/ATI haben mit CUDA und Stream Lösungswege im Angebot, die mithilfe spezieller Videokonvertierungssoftware immens Zeit einsparen”, verraten die Experten von der c’t.
“Einen Standard-PC mit aktuellem Zweikern-Prozessor sollte man bei begrenztem Budget also besser mit einer neuen Grafikkarte ausstatten, als in einen aktuellen Prozessor zu investieren”, rät c’t-Redakteur Dr. Volker Zota Nutzern, die daran denken, einen Computer aufzurüsten, um dessen Fähigkeiten bei der Videobearbeitung zu verbessern. “Im Test hat sich gezeigt, dass Nvidia als Hardwarebeschleuniger derzeit meist noch besser funktioniert, AMD/ATI hat noch Probleme bei der Zusammenarbeit mit passender Software”, stellt die Redaktion fest.
Für diejenigen PC-Nutzer, die eine unkomplizierte Lösung suchen, hat das Magazin einen Tipp: “Videokonverter, die Filme per Knopfdruck umwandeln, haben oft vorgefertigte Profile und machen es den Nutzern besonders einfach. So etwa der Badaboom Media Converter, der sowohl durch seine Bedienung, die Kodiergeschwindigkeit und die Bildqualität überzeugt. Bei Profiprogrammen kann man in den Einstellungen viele Fehler machen, aber auch mehr Einfluss auf das Endergebnis nehmen.”
Wer sich einen neuen PC kaufen möchte, sollte sich beim Thema Grafikkarte also Gedanken darüber machen, ob Videobearbeitung für ihn bald ein Thema sein könnte, wenn es das nicht eh schon ist. Momentan nutzt man vielleicht noch gar keine HD-Aufnahmen, doch der Tag wird kommen. Wer sich heute einen Camcorder zulegt, erwirbt fast immer eine Videokamera, mit der Aufnahmen in HD-Qualität möglich sind. Im Gegensatz zur verwirrenden Situation bei HDTV hat man es der Aufnahmen und Bearbeitung von Videos selbst in der Hand, sich das Leben leichter zu machen.



