Bei der Datenrettung schnell sein
Der durchschnittliche Anwender speichert Daten auf verschiedenen Speichermedien. Neben Speicher für unterwegs in Form von Sticks oder kleinen Speicherkarten werden zu Hause externe Festplatten genutzt, die etwa für die Archivierung von Fotos eingesetzt werden.
Angesichts der vielen Datenträger und Daten kommt es immer wieder mal zu einem Datenverlust. Manchmal ist das gar nicht nicht schlimm, etwa weil man die betreffenden Datenbestände auf mehreren Computern synchron hält. Verfügt man jedoch nicht über Kopien, muss man sich nicht mit dem Datenverlust abfinden. Es besteht die Möglichkeit, mit einem Datenrettungsprogramm die verschwundenen Daten zu retten. Wichtig ist, dass man schnell reagiert, betont das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 20/09.
“Die beste Versicherung gegen Datenverlust in Folge von Bedienfehlern, Amok laufenden Programmen oder altersschwachen Festplatten sind regelmäßige Backups. Ist das Kind allerdings in den Brunnen gefallen, schlägt die Stunde der Datenrettungssoftware: Schon die kostenlosen Programme haben gute Erfolgsquoten, darunter viele kleinere Anwendungen wie Recuva oder Photorec, das sich auf die Wiederbeschaffung gelöschter Fotos spezialisiert hat”, informiert die c’t in ihrer Pressemitteilung.
“Ein Rohdatenscan spürt Dateien anhand typischer Signaturen auf. Die kommerziellen Programme sind da etwas leistungsfähiger und berücksichtigen auch exotische Dateiformate”, heißt es weiter. “Dabei ist es wichtig, möglichst früh zu reagieren”, weiß c’t-Redakteur Hajo Schulz. “Windows überschreibt gelöschte Bereiche auf einer Festplatte bald wieder, und dann ist eine Rekonstruktion der Daten nicht mehr möglich.”
Defekte mechanischer Art erfordern ebenfalls schnelles Eingreifen, mahnt die c’t: “Gibt die Festplatte keinen Mucks mehr von sich oder fällt sie durch merkwürdige Geräusche auf, ist ebenfalls eine schnelle Reaktion erforderlich, denn meist handelt es sich um einen mechanischen Defekt. Wer umgehend den Netzstecker zieht, kann weiteren Schaden an der Hardware verhindern.”
Und dann? “Jetzt sollte man aber nicht mehr selbst Hand anlegen, sondern einen professionellen Datenrettungsdienst zur Hilfe holen”, empfiehlt c’t-Experte Hajo Schulz. Ein professioneller Datenrettungsdienst arbeitet aber nicht für ein Taschengeld. Das kann kosten. Für alle Arten von Daten lohnt sich das nicht, doch von manchen Daten hängen Existenzen ab. Besser ist es, man lässt es gar nicht so weit kommen, sondern fertigt rechtzeitig und regelmäßig Sicherheitskopien an; ein Schutz der Computertechnik vor Gewittern sollte ebenfalls selbstverständlich sein.



