Tägliches Wiegen ist nicht sinnvoll

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Beim Abnehmen machen es sich viele Menschen unnötig schwer. Tägliches Wiegen mit der Körperfettwaage sorgt für unnötige Frustrationen und Verunsicherung. Das Thema Gewichtskontrolle sollte man vereinfachen, das erleichtert auch das Abnehmen. Spontan auf die Messergebnisse der Körperfettwaage zu reagieren, steht einem sinnvollen Abnehmen im Weg.

Am stärksten nutzen in Deutschland Frauen mit mit einem Body-Mass-Index über 25, also mit leichtem bis starkem Übergewicht ihre Waagen. Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland (48 %) steigen nicht mal einmal im Monat auf die Waage. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von HEALTHY LIVING hervor, die gemeinsam mit der DAK in Auftrag gegeben wurde. In der neuen Ausgabe (10/2009) berichtet das Magazin auf Basis neuester Erkenntnisse, wie individuelles Gewichtsmanagement erfolgreich betrieben werden kann.

Nicht sinnvoll ist es nach Auffassung von Experten, seinen Tagesablauf getreu dem Motto “Ein Kilo mehr? Heute kein Nachtisch und stattdessen joggen!” von den jeweils neuesten Messergebnissen abhängig zu machen. “Kleine Gewichtsveränderungen hängen meist nur mit dem Wasser- und Hormonhaushalt, etwa dem weiblichen Zyklus, zusammen”, weiß Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln in HEALTHY LIVING. “Viel wichtiger ist der Spiegel, in den wir täglich schauen, zumindest für Gesunde und Aktive! Denn dieser zeigt uns, wie unser Körperfett verteilt ist und wo die Muskeln sitzen. Die Waage reduziert alles nur auf eine einzige Zahl.”

Für den Ernährungspsychologen Dr. Thomas Ellrott von der Uni Göttingen funktioniert ein sinnvoller Umgang mit der Waage so: “Während einer Abnehm-Phase und auch danach sollte einmal wöchentlich gewogen werden, um das neue Gewicht zu halten. Menschen mit stabilem Normalgewicht können auch durchaus seltener auf die Waage steigen, zum Beispiel einmal monatlich.”

Keinen guten Ruf haben unter den befragten Experten Körperfettwaagen. Prof. Dr. Ingo Froböse: “Körperfettwaagen für den Privatgebrauch messen nur die Körperzusammensetzung der unteren Körperhälfte. Das Fett, das sich am Bauch verteilt, entgeht dem Gerät. Außerdem können äußere Umstände wie etwa die Trinkmenge oder das Ausmaß körperlicher Bewegung am Tag davor das Messergebnis um 5 bis 10 Prozent beeinflussen. Ein leichter Fettabbau kann dahinter ganz einfach verschwinden – und das führt zu unnötiger Frustration.”

Quelle: HEALTHY LIVING via news aktuell


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