Unterwegs ins Internet gehen, ohne einen WLAN Hotspot zu suchen, sondern über das Mobilfunknetz, ist kein teures Vergnügen mehr. Billige Flatrates der Mobilfunkanbieter bringen Smartphones, Netbooks, Notebooks und ganz normale Handys preiswert ins Netz.
Die Preisentwicklung ist sehr erfreulich, aber bei aller Freude über billige Flatrates muss unbedingt die Leistungsfähigkeit des Anbieters berücksichtigt werden. Bei DSL-Anschlüssen gibt es zwar Geschwindigkeitsunterschiede, aber so gravierend wie beim mobilen Internet unterscheiden sich die DSL-Provider nicht hinsichtlich der angebotenen Geschwindigkeiten.
“Mittlerweile gibt es einige Flatrates für die mobile Internet-Nutzung auf Prepaid-Basis ab 15 Euro im Monat. Sie haben in der Regel kurze Laufzeiten von nur einem Monat und können je nach Bedarf – etwa nur für vier Wochen – gebucht werden”, erklärt Markus Weidner vom Onlinemagazin www.teltarif.de. Aktuell gehören laut des Magazins die Flatrates von Blau, Tchibo und Aldi Talk zu den billigsten Flatrates. Gegenüber den von den Netzbetreibern angebotenen Datentarifen spart man teilweise die Hälfte, muss aber keine zweijährige Vertragsbindung in Kauf nehmen.
Zu den Nachteilen der billigen Prepaid-Flatrates schreibt teltarif in einer Pressemitteilung: “So gibt es die Angebote derzeit nur in den Netzen von o2 und E-Plus. Der Netzausbau für das mobile Internet und damit auch die verfügbaren Übertragungsgeschwindigkeiten liegen bei diesen Netzen noch hinter T-Mobile und Vodafone zurück. So gibt es bei E-Plus – bis auf einige örtliche Ausnahmen – derzeit nur Geschwindigkeiten bis maximal 384 Kilobit pro Sekunde, während bei anderen bereits Übertragungsratenwie am heimischen DSL-Anschluss mit bis zu sieben Megabit pro Sekunde möglich sind.”
Das ist zwar wesentlich langsamer als bei der Konkurrenz, aber unterwegs braucht man nicht unbedingt eine hohe Datenrate. Die Wahl des Anbieters entscheidet aber nicht alleine darüber, ob man unterwegs eine hohe Bandbreite zur Verfügung hat, es kommt immer darauf an, wo man sich befindet: “Bevor sich ein Kunde für eine Datenflatrate entscheidet, sollte er das Netz des betreffenden Anbieters dort testen, wo er das mobile Internet am meisten nutzen möchte – etwa mit der SIM-Karte eines Bekannten – um festzustellen, welches Netz dort gut verfügbar ist”, so Weidner.
Das ist aber noch nicht alles, dazu Weidner von teltarif: “Neben Preis und Netz sollten auch weitere Kriterien bei der Auswahl einer Datenflatrate eine Rolle spielen. Dazu zählen etwa die Auflademöglichkeiten bei Prepaid-Tarifen oder ob der Tarif auch ohne einen Surfstick erhältlich ist, wenn die Hardware schon vorhanden ist.” Die Taktung bei der Abrechnung sollte ebenfalls betrachtet werden. Ob 100-Kilobyte-Blöcke berechnet werden oder gleich 400-Kilobyte-Blöcke wirkt zwar nicht auf die Mobilfunkrechnung aus, aber auf den Nutzungskomfort. Grundsätzlich gilt, dass kleine Abrechnungsschritte kundenfreundlicher sind, denn obwohl der Preis sich bei einer Flatrate ja nicht ändert, es also nicht teurer wird, kommt man bei ungünstiger Taktung früher an die Volumengrenze, ab der die Übertragungsgeschwindigkeit künstlich verringert wird.
Auf www.teltarif.de/prepaid-daten-flat hält das Onlinemagazin einen Vergleich der billigen Datenflatrates bereit.


