Verspannte Kaumuskeln als Zeichen von Stress

Die Zähne zusammenbeißen oder sich zähneknirschend mit etwas abfinden, das kennt man als Redensarten. Gesund ist das tatsächlich existierende Verhalten aber nicht, vor allem nicht für die Zähne. Wem seine Zahngesundheit am Herzen liegt, sollte etwas unternehmen, falls er zu den Betroffenen gehört. Man kann seine Zähne noch so sorgfältig putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen, durch das Zähneknirschen macht man seine gute Zahnpflege zunichte.

Das Magazin “Apotheken Umschau”, welches in den meisten Apotheken kostenlos abgegeben wird, behandelt das Thema in der Ausgabe 9/2009 B. In der Pressemitteilung schreibt das Magazin:  “Unerklärliche Spannungskopfschmerzen, verspannte Unterkiefer- und Schläfenmuskeln können Hinweise auf übermäßige nächtliche Kauarbeit sein. Meistens sind es die Partner, die vom Knirschen wach werden und die Betroffenen erstmals darauf aufmerksam machen, denn diese ahnen oft selbst nichts davon.” Nur weil man selbst nichts davon merkt, heißt das nicht, dass man das Problem nicht ernst nehmen sollte.

Unverarbeiteter Stress gilt unter Experten als Hauptursache: “Oft haben die Patienten schon in der Kindheit gelernt, dass sie ihren Emotionen nicht freien Lauf lassen dürfen”, erklärt die Diplom-Psychologin Dr. Gundula Körber von der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Universitätsklinik Kiel in der “Apotheken Umschau”. Kommen die Betroffenen das erste Mal zum Zahnarzt, sind häufig bereits zwei bis drei Millimeter wertvoller Zahnsubstanz abgeschliffen, weil das unbewusste nächtliche Kauen mit großer Intensität betrieben wurde.

Das Gesundheitsmagazin warnt: “Oft sind anspruchsvolle Behandlungen nötig, um die korrekte Kauhöhe wieder herzustellen. Eine vom Zahnarzt angepasste Kunststoffschiene, die nachts über die Zähne gestülpt wird, schützt vor weiterer Abnutzung. Betroffene sollten versuchen, sich die Gründe für ihren verdrängten Stress bewusst zu machen.” Das helfe schon vielen Patienten, berichtet Psychologin Körber. “In sehr gravierenden Fällen empfehle ich aber auch einmal eine Psychotherapie.”

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3 Kommentare

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  1. Alen Donnerstag, 18. Februar 2010 um 11:30 #

    Kann es sein, dass man durch verpannte Kaumuskeln nachts mit den Zähnen knirscht?

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