HD-Videos aufnehmen, ohne viel zu bezahlen
Mich erstaunt es immer wieder: Billige Camcorder beherrschen längst HD-Qualität, aber im Fernsehen ist HDTV noch Mangelware. Dieses Jahr hat sich bei HDTV zwar relativ viel getan, doch der Weg ist noch weit. Die Verschlüsselung macht HDTV zusätzlich kompliziert, immerhin kann man viele alte HD-Receiver für CI+/HD+ aufrüsten.
Wer sich heute einen Camcorder kauft, bekommt dagegen schon sehr billig Videokameras, die in HD-Qualität aufzeichnen können. Selbstverständlich können es die Minicamcorder nicht mit Studiokameras für TV-Profis aufnehmen, doch Camcorder, die Videos in HD-Qualität fürs Internet aufzeichnen können, kann man sich vom Taschengeld zusammensparen. Doch Achtung! Nicht jeder Computer ist leistungsstark genug, um HD-Videos zu bearbeiten. Beim Konvertieren von HD-Videos kann übrigens die Grafikkarten helfen.
Unsere Vorstellung davon, welche Qualität Web-Videos haben, werden wir demnächst revidieren müssen. Viele Videos, wie man sie auf den bekannten Videoportalen sehen kann, werden dadurch auch nicht spannender und wirken auch nicht weniger peinlich. Doch es gibt schließlich durchaus eine Menge sehenswerter Videos, in HD-Qualität wirken sich noch überzeugender.
“Die Zeiten verpixelter und verwackelter Webvideos sind passé: Bereits mit günstigen Minicamcordern kann man Filme in High Definition drehen und ohne große Umwege ins Netz stellen”, informiert das Computermagazin c’t in der Ausgabe 22/09.
In der Pressemitteilung zum aktuellen Heft schreibt die c’t:
>>Schnell soll es gehen, sofort, auf Kopfdruck. So spontan wie die Szene entsteht, soll sie in High Definition (HD) gefilmt, gespeichert und ohne große Umwege auf Videoplattformen wie Youtube, facebook oder sevenload eingestellt werden. Dazu bieten sich handliche, taschengeldkompatible Ein- Knopf-Geräte an, mit denen man ohne langes Gefummel an Menüs und Drehrädchen sofort loslegen kann. Vier der sieben Minicamcorder in der Preisklasse bis 200 Euro, die c’t auf den Prüfstand stellte, verfügen über einen Bildstabilisator und eine HDMI-Buchse zum Anschließen eines HD-Displays. Ein ordentliches Zoom-Objektiv bekommt man hingegen erst in den höheren Preisregionen.
Am unteren Ende der Preisskala schnitt der PenCam Trio HD von Aiptek überraschend gut ab. Der Camcorder kommt mit schmaler Silhouette und schlankem Design wie ein Diktiergerät daher. Die Bedienung erfolgt über wenige, sinnvoll arrangierte Knöpfe. Die Aufnahmen machen einen brauchbaren Eindruck; allerdings ruckt es beim Zoomen im aufgezeichneten Video deutlich und das Display taugt nur zur recht ungenauen Kontrolle des Kamera-Blickwinkels. “Die 110 Euro, die man für dieses Gerät bezahlen muss, rechtfertigen aber die gebotene technische Leistung allemal”, resümiert c’t-Redakteur Ulrich Hilgefort. “Wer vor allem Wert auf Aufzeichnungsqualität legt, für den kommt der Camcorder CG10 von Sanyo in Betracht, der mit einem 5-fach optischen Zoomobjektiv und guter Ausstattung punktete. Er ist im Internet schon ab etwa 170 Euro zu haben.”
“Vor dem Kauf eines Internet-Camcorders lohnt es sich aber nachzuschauen, ob die Digitalkamera im Wohnzimmerschrank solche Videos nicht schon in ausreichender Qualität liefert; aktuelle Modelle wie etwa die Canon Ixus 200 IS haben hier allerhand zu bieten”, rät c’t-Experte Ulrich Hilgefort.<<



