Digitalfotos auf Papier stehen weiter hoch im Kurs

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Fotografiert wird im Jahr 2009 hauptsächlich digital, nicht nur mit digitalen Kompaktkameras und digitalen Spiegelreflexkameras, sondern gerne auch mit dem Handy, gerade bei Jugendlichen sind die Zusatzfunktionen von Handys beliebt.

Doch nur die wenigsten Besitzer digitaler Fotoapparate nutzen ihre Bilder rein digital. Die große Mehrheit bevorzugt weiterhin Fotos in Papierform. “Das Foto in Papierform bleibt in Deutschland trotz des Trends zur digitalen Fotografie beliebt. Fast 90 Prozent aller weiblichen und 80 Prozent der männlichen Besitzer von Digitalkameras wollen auf klassische Abzüge ihrer Bilder nicht verzichten. Insgesamt erstellen über 33 Millionen Bundesbürger Papierabzüge ihrer Digitalfotos”, informiert der BITKOM, der dazu eine repräsentative Studie beim Meinungsforschungsinstituts Forsa in Auftrag gegeben hatte.

“Auch bei Digitalfotos gilt: Neue Technologien verändern das Verhalten der Verbraucher nicht von heute auf morgen”, stellt Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM, fest. Im Pressetext informiert der Verband: “Zwar schauen immer mehr Menschen ihre Digitalfotos auf dem Rechner, Fernseher, Handy oder digitalen Bilderrahmen an. Außerdem nutzen immer mehr Deutsche die technischen Möglichkeiten der Digitalfotografie und bearbeiten die Aufnahmen am Computer: Fast die Hälfte aller Besitzer von Digitalkameras entfernt rote Augen, korrigiert den Bildausschnitt oder fügt andere Elemente ein.” Berg: “Klassische Fotoalben wird es aber auch in Zukunft geben. Sie verbinden die digitale und die analoge Welt.”

Mehr als die Hälfte (55 %) derjenigen, die digital fotografieren, druckt entweder im Laden die Fotos aus oder bestellt dort Abzüge. Jeder Zweite druckt selbst zu Hause, Online-Bilderdienste nutzt ein Viertel der Befragten. “Spezielle Fotodrucker, einfache Software sowie gesunkene Preise für Hardware und Material machen den Fotodruck am eigenen Computer zusehends attraktiv. Auch die Bestellung übers Netz ist mit Breitband-Anschluss eine bequeme Alternative zum Fotoladen um die Ecke”, sagt Berg. Bei der Zahl der Internet-Aufträge ist eine Steigerung zu verzeichnen.

Im Pressetext heißt es weiter: “Die Digitalfotografie eröffnet auch den Liebhabern von Fotos auf Papier völlig neue Möglichkeiten. Besonders beliebt sind im Internet gestaltete Fotobücher: Rund 7 Millionen Deutsche haben auf diese Weise ihre Fotos archiviert. Dabei stellen die Nutzer das Fotobuch nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zusammen. Bilder können bearbeitet und mit Texten versehen werden. Das Angebot an Layouts, Bindungen und Co. ist groß. Kleine Fotohefte gibt es für weniger als zehn Euro, größere mit einem Hardcover ab 20 Euro. Über 5 Millionen Deutsche bedrucken mit den eigenen digitalen Bildern Geschenkartikel, wie Tassen, T-Shirts oder Kalender. Hier zeigen sich die größten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Jede fünfte Frau mit einer Digitalkamera nutzt diese Möglichkeit, bei den Männern nur jeder Zehnte.

Eine Digitalkamera besitzen heute fast 60 Prozent der Haushalte, im vergangenen Jahr waren es 54 Prozent. Zwar dominieren in diesem Segment weiterhin die digitalen Kompaktkameras. Aber immerhin 7 Prozent der Haushalte haben eine digitale Spiegelreflex-Kamera. Diese Profi-Geräte sind in den vergangenen Monaten deutlich preiswerter geworden.”

Ich bin ehrlich gesagt sehr erstaunt, wie viele Menschen auf Fotos in Papierform Wert legen. Das ist irgendwie so, wie “das Internet ausdrucken” zu wollen. Ausnahmsweise einen Artikel auszudrucken oder eben mit dem Drucker ein Foto auszudrucken, ist eine Sache. Aber regelmäßig die eigenen Fotos auszudrucken, erscheint mir rückschrittlich. Andererseits stellen schon mehr als 20 Millionen Menschen Fotos online. In der Vergangenheit zeigten digitale Fotorahmen eine Menge Schwächen, doch inzwischen ist ein digitaler Bilderrahmen sehr preiswert und brauchbar. In jedem Fall wichtig: digitale Fotos richtig archivieren.


2 Responses zu “Digitalfotos auf Papier stehen weiter hoch im Kurs

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