Unglaublich: Es gibt Menschen, die bei defekter Fernbedienung lieber ein langweiliges Fernsehprogramm weiterschauen, als sich aus dem Fernsehsessel zu erheben.
Fast genauso verblüffend finde ich jedoch, dass sich Meinungsforscher mit solchen Fragen überhaupt beschäftigen. “Das Fernsehen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen. Was aber tun, wenn die Fernbedienung plötzlich ausfällt: Wird das eingeschaltete Programm dann weitergeschaut, auch wenn es langweilig ist, oder steht man auf, um am Apparat umzuschalten?” Das wollte das Magazin Reader’s Digest wissen und gab daher für die Novemberausgabe eine repräsentative Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Emnid in Auftrag. Immerhin: 89 Prozent der Befragten entschieden sich fürs Aufstehen, um umzuschalten.
Diese Art von Faulheit ist in Deutschland ganz unterschiedlich ausgeprägt. Im Pressetext von Reader’s Digest steht dazu: “Während in Berlin nur ein Prozent der Menschen eine Sendung weiterschauen würden, die ihnen nicht gefällt, sind die TV-Konsumenten in Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Brandenburg deutlich bequemer. Dort schauen acht Prozent lieber ein langweiliges Programm an, statt sich zu erheben.
Auch ein anderer Aspekt der Umfrage beweist, dass die Deutschen alles andere als Bewegungsmuffel sind. So gaben 77 Prozent an, sie würden die Treppe und nicht den Aufzug nehmen, wenn es darum geht, die Höhe zwischen zwei Stockwerken zu überwinden. Vor allem in Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen sind die Menschen laufbereit, hier fiel der Wert mit 87 Prozent deutlicher höher aus als im Bundesdurchschnitt. Je älter die Befragten waren, desto mehr entschieden sie sich für den Aufzug. So gaben 35 Prozent der über 60-Jährigen an, sie würden lieber nach oben fahren als nach oben zu laufen.”
Mehr dazu ist in der November-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland zu lesen, die am 26. Oktober in den Handel gekommen ist.
An einem langweiligen Fernsehprogramm muss heute niemand mehr leiden. Mein Rat lautet, sich Onlinevideotheken wie Maxdome anzuschauen. Ist der DSL-Anschluss schnell genug, steht eine Programmbibliothek zur Auswahl, die derzeit schon mehr als 20.000 Videos umfasst. Daneben sind Internet-Videotheken eine gute Möglichkeit, sich sein Wunschprogramm zusammenzustellen. Wem das herkömmliche Fernsehprogramm nicht zusagt, sollte es einmal mit Pay-TV probieren. Einen preiswerten Einstieg bietet beispielsweise Kabel Digital Home.


