VDSL-Angebote überzeugen nicht immer

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DSL-Anschlüsse kommen in die Jahre. Es ist zwar erstaunlich, wie viel mit den alten Telefonleitungen noch machbar ist, aber DSL-Geschwindigkeit reicht vielen Nutzern heute nicht mehr, was auf Kosten der Zufriedenheit geht.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit am DSL-Anschluss regelmäßig nicht dem Wert entspricht, mit dem die DSL-Anbieter werben. Allerdings machen die DSL-Provider meistens keine leeren Versprechungen, sondern preisen typischerweise Geschwindigkeiten “bis zu” diesem Wert an. Wie schnell ein DSL-Anschluss am Wohnort ist, liegt nicht allein in der Macht der Internetprovider. Mehr Transparenz im Vorfeld des Vertragsabschlusses wäre natürlich sehr wünschenswert. So verspielen die Internetanbieter gleich am Anfang das Vertrauen der Neukunden. Dabei ist den Verbrauchern der Service neben der Flexibilität besonders wichtig.

Als DSL-Nachfolger wird meistens VDSL genannt. VDSL bietet derzeit Bandbreiten bis zu 50 MBit/s. Aber die Verfügbarkeit von VDSL ist arg beschränkt und obwohl VDSL viel schneller als klassisches DSL ist, sind die mit VDSL erreichbaren Bandbreiten derzeit nicht so hoch wie beim Internet über den Kabelanschluss. Da denkt man schon mal über Triple-Play am digitalen Kabelanschluss nach.

“Die hohe Geschwindigkeit hat aber ihren Preis. So kostet eine VDSL-Doppel-Flatrate für Internet und Telefonate ins deutsche Festnetz im Schnitt 50 Euro monatlich und damit das Doppelte eines entsprechenden DSL-Angebotes mit 6 MBit/s”, sagt Ralf Trautmann vom Onlinemagazin www.teltarif.de.

In einer Pressemitteilung schreiben die Experten diesen Monat: “Durch die hohe Geschwindigkeit vereinfacht VDSL das Hoch- und Herunterladen von großen Datenmengen im Internet. Davon profitieren Nutzer, die oft große Dateien, etwa Videos oder Grafiken, online stellen oder downloaden oder häufig Multimediaanwendungen wie Internetfernsehen oder Online-Videotheken nutzen. Einzelne Anbieter bieten hierfür kostenpflichtige Spezialpakete, so z. B. das Entertain-Paket der Deutschen Telekom.” Das klingt gut, aber dennoch muss man nicht sofort auf eine so hohe Bandbreite umstellen: “Für Nutzer, die nur selten datenhungrige Multimediaanwendungen nutzen wollen, ist ein 6 MBit/s-Anschluss mit Doppelflatrate völlig ausreichend”, meint Trautmann.

“Eine Alternative zu VDSL bieten die Kabelanbieter. Diese liefern nicht nur schnelles Internet und einen Telefonanschluss, sondern bieten auch eine höhere Verfügbarkeit und seit jeher TV-Angebote”, so Trautmann abschließend. Inzwischen werden sogar schon Bandbreiten bis 120 MBit/s am Kabelanschluss vermarktet.

Einen Überblick über die VDSL-Angebote liefern die Tarifexperten unter www.teltarif.de/vdsl-angebote.


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