Strom oder Gas: Anbieterwechsel ist leicht
Ich finde das erstaunlich: Einerseits werden über Preissuchmaschinen Preise für so viele Dinge verglichen, die man kaufen kann, inzwischen sogar unterwegs per Handy. Die Onlineshops unterbieten sich oft gegenseitig, um im Preisvergleich gut auszusehen.
Viele Menschen fragen sich, wie billig ein PC sein darf oder ob man ein billiges Handy kaufen sollte. Andererseits prüfen bei Strom und Gas sehr viele Menschen bisher gar nicht, ob sie einen billigeren Anbieter finden können. Billig ist nicht alles bei der Energieversorgung, aber nur weil man mehr Geld bezahlt, ist der Strom beispielsweise nicht umweltfreundlicher. Man kann durchaus seinen persönlichen Ausstieg aus der Atomenergie angehen oder auf regenerative Energiequellen setzen und dennoch durch einen Anbieterwechsel Geld sparen.
“Die Auswahl an privaten Anbietern ist seit der Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes enorm gestiegen. Doch noch immer scheuen viele Verbraucher den Strom- oder Gasanbieterwechsel. Dabei lohnt der Preisvergleich, wenn man bedenkt, dass die regionalen Anbieter regelmäßig ihre Tarife erhöhen. Der anschließende Wechsel ist ein Kinderspiel”, schreibt energietarife.com.
“Die Stromtarife der Grundversorgung sind in den vergangenen vier Jahren um 20 Prozent, die Gaspreise zeitweise sogar um 50 Prozent gestiegen”, informieren die Tarif-Experten in einer Pressemitteilung. “Folglich kann der Verbraucher vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.” Da kann so eine Preiserhöhung glatt ihr Gutes haben, könnte man sagen. “Viele Leute ahnen nicht, wie unkompliziert der Wechsel des Strom- oder Gasanbieters ist”, so Jörn Wolter, Experte des unabhängigen Internetportals energietarife.com.
Im Pressetext steht, wie einfach es geht: “Über die Eingabe des Jahresverbrauchs (hierfür genügt ein Blick auf die letzte Stromrechnung) und der Postleitzahl bei einem Online-Tarifvergleich (z.B. http://www.energietarife.com/index.php?strom-tarifrechner ) lassen sich schnell und einfach alternative Angebote einholen. Entscheidet man sich für einen Wechsel, lässt sich dieser bequem per Telefon oder Internet erledigen. Sämtliche Formalitäten übernimmt der neue Anbieter. Einzig die Restlaufzeit oder Sonderkündigungsfrist ist zu beachten, eine technische Umstellung ist nicht nötig. Die nächste Stromrechnung kommt dann vom neuen Anbieter.”
Aber Vorsicht: Man sollte sich genau anschauen, wofür man sich entscheidet und vor allem auch, wie lange man sich vertraglich bindet. Dazu die Tarif-Experten: “Doch die großen Anbieter sind sich der wachsenden Konkurrenz bewusst und locken mittlerweile selbst mit Billigtarifen. Verbraucherschützer warnen aufgrund der undurchschaubaren Kostenstrukturen vor manchen Angeboten. Ebenso unseriös ist die Forderung von Vorauszahlungen oder Verträge, die über mehrere Jahre gelten. Ein Wechsel zu einem späteren Zeitpunkt wird dadurch erheblich erschwert.”
Daneben ist es natürlich weiterhin sinnvoll, Tipps zum Strom sparen umzusetzen. Um beim oft vernachlässigten Thema Gaspreise mal ein wenig zu rechnen, könnt Ihr übrigens mal bei idealo gucken, dann müsst Ihr nicht selbst den Taschenrechner zu Hand nehmen, sondern habt es einfacher.




17. November 2009 um 08:59 |
Guter Artikel, der voll zutrifft. Der Anbieterwechsel ist kinderleicht. Habe es vor kurzem zu Hause auch durchgeführt und innerhalb von 10 Minuten war alles erledigt. Die Kündigung beim alten Anbieter übernimmt ja gleich der Neue. Wirklich toll
Liebe Grüße Elke