Bewegung hält Kopf und Geist fit

Jedem ist klar, dass ausreichende Bewegung wichtig für die körperliche Gesundheit und körperliches Wohlbefinden sind. Doch Bewegung ist ebenfalls ein gutes Mittel gegen Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit.

In der Dezember-Ausgabe gibt das Magazin Reader’s Digest Tipps, “wie man seine grauen Zellen auch im Alter trainieren kann”. Neue Aufgaben und neue Herausforderungen sorgen dafür, dass man im Gehirn fit bleibt. “Was ich an Schnelligkeit verliere, kann ich mit Wissen und Erfahrung ausgleichen”, weiß Ursula Staudinger, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Daher, so die Altersforscherin von der Jacobs University in Bremen, sollte man selbst ständig für neue Herausforderungen sorgen, etwa durch das Lernen einer Fremdsprache, Urlaube an unterschiedlichen Orten, Gespräche mit Nachbarn und Freunden über Themen wie ein neues Buch oder ein gemeinsam besuchtes Konzert. “Im Gehirn können sich jederzeit – auch im Seniorenalter – neue Nervenzellen und Dendriten bilden”, erläutert Staudinger. Dendriten sind kleine Auswüchse an der Nervenzelle, über die Informationen aufgenommen werden, die von anderen Nervenzellen versandt wurden.

Im Pressetext zum neuen Heft steht:

>>Fachleute haben schon seit langem herausgefunden, dass das Gedächtnis bei vielen Menschen bereits ab dem 20. Lebensjahr nachlässt. Gegenmaßnahme kann ein gezieltes Gehirnjogging sein – also das Lösen kleiner mentaler Aufgaben, “die das Hirn in einen optimalen Wachheitszustand bringen sollen”, wie es Psychologe Siegfried Lehrl in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest beschreibt.

“Sie sollten vor einem Gehirn- oder Gedächtnistraining genau analysieren, was Sie nicht so gut können und welche Fähigkeit Sie trainieren möchten”, sagt Hans Georg Nehen, Direktor der   Memory-Clinic in Essen. Was beim Gedächtnistraining auf jeden Fall hilft, sind die so genannten Eselsbrücken, in der Fachsprache auch Mnemotechniken genannt. Das kann zum Beispiel eine Kurzgeschichte sein, in der sich die Zahlen der Bank-PIN-Nummer verstecken.

Um in Kopf und Geist fit zu bleiben, ist auch ausreichende Bewegung von großer Bedeutung – und zwar unabhängig vom Alter. Medizinische Untersuchungen haben belegt, dass durch den Spaziergang, die Wanderung oder die Ausübung einer Sportart wie Jogging die Hirndurchblutung gesteigert und die Bildung neuer Blutgefäße sowie neuer Nervenzellverbindungen angeregt wird. Die Experten empfehlen deshalb, drei Mal pro Woche jeweils 40 Minuten Ausdauertraining zu absolvieren. Nach drei Monaten, so ergaben Studien, hat sich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessert.

Für den Geist lässt sich aber noch mehr tun. So gilt eine gesunde Ernährung als besonders wichtig. Wer mediterrane Kost wie Obst, Gemüse, Fisch, Hülsenfrüchte und Getreide zu sich nimmt, senkt damit wahrscheinlich das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Darüber hinaus sollte jeder genug trinken. “Flüssigkeitsmangel führt zu Konzentrationsstörungen”, betont Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: “Nur wer ausreichend trinkt, kann geistige Höchstleistungen bringen.”

Nicht zu vergessen ist ausreichender Schlaf. Denn Schlafmangel wirkt sich negativ auf die Lernleistungen aus. Wenn dann auch noch zu viel Stress hinzukommt, wird das Denkvermögen zusätzlich gelähmt. “Bei mehr als der Hälfte unserer Patienten ist die Ursache für ihre Gedächtnislücken eine hohe psychosoziale Belastung”, betont Direktor Nehen aus Essen. Rat der Experten: regelmäßige Entspannung, gelegentliche Auszeiten und Vermeidung von Multitasking, also der Erledigung von mehreren Aufgaben zur gleichen Zeit.<<

Mehr zum Thema steht in der Dezember-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland, die bereits im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.

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