Wie gut sind E-Book-Reader?

Die Digitalisierung der Medien ist nicht aufzuhalten. Die Inhalteanbieter sollten lieber versuchen, vorne dabei zu sein, als an überholten Geschäftsmodellen festzuhalten.

Die Musikindustrie bekam schon vor Jahren zu spüren, was passiert, wenn man die Bedürfnisse der Konsumenten ignoriert und den Menschen die Angebote verweigert, die sie wollen. Ich hoffe sehr, dass die Buchverlage die richtigen Schlüsse ziehen und die Preise für Bücher den Gegebenheiten der digitalen Welt anpasst. Das Buch “The Long Tail” von Chris Anderson sei zur Lektüre empfohlen. Den Buchverlagen stehen ähnliche Probleme ins Haus wie den Zeitungsverlagen. Dabei kann die Digitalisierung von (auch alten) Büchern enorme Chancen bieten.

Die Hersteller der Lesegeräte sind jedenfalls schon weit genug gekommen, um digitales Lesevergnügen zu ermöglichen, inzwischen gibt es verschiedene Ebook Reader zu kaufen.  “E-Book-Reader sind handlich und eignen sich für die Lektüre längerer Texte besser als jeder PC und jedes Handy. Die speziellen Displays stellen elektronische Bücher gestochen scharf und augenfreundlich dar und die Akkus halten mehrere Wochen”, schreibt das Computermagazin c’t zum Test in der Ausgabe 25/09.

“Es gibt in Deutschland rund ein Dutzend verschiedener E-Book-Modelle im Taschenbuch-Format, mit denen man elektronische Bücher lesen kann. Die Displays benötigen nur beim Umblättern Strom, weshalb man die Technik auch als ‘elektronisches Papier’ bezeichnet. Auch ohne aktive Beleuchtung sehen Texte gestochen scharf aus, weil die Displays aus kleineren und daher mehr Bildpunkten zusammengesetzt sind als bei Notebook- und Handydisplays”, schreiben die Experten in der Pressemitteilung zum aktuellen Heft.

“Von den vielen verschiedenen Formaten, in denen E-Books angeboten werden, ist das quelloffene Epub am weitesten verbreitet. Das Angebot an deutschsprachigem digitalem Lesestoff im Epub-Format ist mit mehreren tausend E-Books recht groß, aber noch lange nicht umfassend. Im Format Mobipocket gibt es vorwiegend Klassiker und ausgefallene Belletristik, englischsprachig auch Bestseller. Die größte Auswahl an elektronischen Beststellern gibt es aber bei Amazon – allerdings fast nur auf Englisch und ausschließlich in einem speziellen Format.

Der Kindle von Amazon hat im c’t-Test vor allem mit einer einfachen Bedienung überzeugt. ‘Dank der integrierten Funktechnik UMTS braucht man gar keinen PC, sondern kauft die Bücher einfach online. Und die Menüs sind ganz auf das Lesen ausgerichtet’, berichtet c’t-Redakteur Achim Barzcok. Allerdings kann das Gerät im Gegensatz zum restlichen Testfeld keine Bücher im Epub-Format anzeigen. Ähnlich wie der kompakte Cybook Opus ist es aber auffallend schnell beim Umblättern. Der Hanvon N518 besitzt eine besonders gute Handschrifterkennung für die Eingabe von Notizen, der Sony Reader lässt sich nicht nur mit einigen Tasten, sondern zusätzlich mit den Fingern direkt auf dem Display bedienen, schwächelt aber bei der Displayqualität. Der Digital Reader kostet mit 700 Euro mehr als doppelt so viel wie die Konkurrenz, zeigt dafür aber als einziges Gerät auch PDFs leserlich an. Einen ordentlichen Musikplayer findet man bei Iriver Story, der außerdem auch Office-Dokumente aufs Display bringt.”

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