Brot nicht verschwenden, sondern richtig lagern
Brot kommt bei den allermeisten Menschen in Deutschland täglich auf den Teller, mindestens einmal, oft mehrmals, oft schon zum Frühstück. Ernährungsgewohnheiten ändern sich zwar, doch der Brotkonsum bleibt auf einem hohem Niveau stabil.
83 Kilogramm Brot wird pro Kopf durchschnittlich gekauft. Wie viel davon gegessen wird, ist eine andere Frage, denn sehr viel Brot wird jeden Tag weggeworfen. Wie das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) letzten Monat in einer Presseinformation mitteilte, wird in Deutschland sehr verschwenderisch mit Brot umgegangen.
Von den 83 Kilogramm Brot werden nach Angaben des Verbandes Deutscher Großbäckereien nur rund 56 Kilogramm gegessen. “Der Rest wandert in Privathaushalten in den Müll”, bedauert Prof. Dr. Meinolf Lindhauer, der wissenschaftlicher Leiter der Brotprüfung am Testzentrum Lebensmittel der DLG ist. Vieles verdirbt bzw. wird falsch aufbewahrt. Brot an Vögel zu verfüttern, bevor es ungenießbar wird, ist jedenfalls nicht die Lösung, wie wir ja wissen. Der Experte nennt Regeln, die bei der Aufbewahrung von Brot und Brötchen beachtet werden sollten:
- Brote und Brötchen mit hohem Weizenmehlanteil wegen Schimmelgefahr nicht zu lange lagern (höchstens 3 Tage); lieber öfter und in kleineren Portionen kaufen
- Sorten mit hohem Roggenanteil halten sich gut drei Tage
- Brote und Brötchen grundsätzlich bei Zimmertemperatur lagern
- Möglichst luftdichte Aufbewahrung schützt vor dem Austrocknen
- Brot gehört nicht in den Kühlschrank, es verliert dort schnell an Geschmack. Eine Ausnahme ist eine feuchtwarme Witterung im Sommer.
- Regelmäßige Reinigung des Brotbehälters mit Essig oder Essigessenz-Lösung
- Tipp: In der Haushalts-Gefriertruhe oder in geeigneten TK-Fächern kann Brot einige Wochen ohne Qualitätseinbußen lagern. Man sollte es portioniert in Gefrierbeuteln verpacken, um es dann nach Bedarf auftauen zu können.



