Warum man sogar mit einem Prepaid-Vertrag bei den Handykosten ins Minus geraten kann
Die Variante Prepaid wird beim Telefonieren mit dem Handy nicht zuletzt deshalb von vielen Menschen bevorzugt, weil sie sich damit auf der sicheren Seite bei den Kosten glauben. Doch statt voller Kostenkontrolle wird manchmal volle Überraschung geboten, wenn Kunden bei Prepaid ins Minus kommen. Eigentlich sollte das gar nicht möglich sein, oder doch?
“Sie haben sich längst als günstige Alternative zum Laufzeitvertrag etabliert: Die Tarife der Prepaid-Discounter. Grund sind die günstigen Minuten- und SMS-Preise sowie der Verzicht auf eine lange Vertragsbindung. Weiterer zentraler Vorteil von echtem Prepaid ist die bessere Kostenkontrolle. Telefonieren oder SMS versenden ist nur solange möglich, wie zuvor aufgeladenes Guthaben vorhanden ist. Doch Vorsicht: Prepaid ist nicht gleich Prepaid”, lautet die warnende Formulierung in einer Pressemitteilung von teltarif.de.
“Bei einigen Prepaid-Tarifen kann der Kunde ins Minus geraten, denn der Anbieter rechnet nicht in Echtzeit, sondern zeitverzögert ab”, erläutert Björn Brodersen vom Onlinemagazin www.teltarif.de. Obwohl sein Guthaben verbraucht ist, kann der Kunde sein Mobiltelefon uneingeschränkt weiterverwenden. Der Nachteil liegt auf der Hand: Kosten fallen an, ohne dass der Telefonkunde es merkt. Er muss im Nachhinein bezahlen, was er verbraucht hat. Genau das wollen viele Nutzer ja verhindern, wenn sie sich für Prepaid entscheiden.
“Insbesondere bei Auslandsaufenthalten oder Anrufen bei 0900-Nummern geht das schnell ins Geld. Gleicht der Kunde den Betrag nicht rechtzeitig aus, sperrt der Anbieter außerdem meist die Karte”, heißt es im Pressetext. “Da sich die Anbieter nicht gern in die Karten schauen lassen, ist die Art der Abrechnung nicht auf den ersten Blick erkennbar. Sinnvoll ist es deshalb, zunächst direkt beim Anbieter nachzufragen.”
Björn Brodersen rät dazu: “Um herauszufinden, ob ein Prepaid-Anbieter zeitverzögert abrechnet, ist ein Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Konditionen ratsam. Dort findet sich häufig die Anmerkung, dass der Kunde aufgrund der Abrechnung ins Minus gelangen kann.” Anzeichen für eine zeitlich verzögerte Abrechnung kann auch sein, dass der Mobilfunkanbieter eine Bonitätsprüfung, einen Wohnsitz sowie ein Konto bei einer Bank in Deutschland verlangt.
Brodersen hat dazu einen Tipp: “Die Wahl eines echten Prepaid-Angebots ist vor allem dann wichtig, wenn die Kostenkontrolle eine große Rolle spielt, wie etwa bei Tarifen für Kinder. Auch Ausländer ohne deutschen Wohnsitz oder Kunden, die besonderen Wert auf Datenschutz legen, sollten auf echtes Prepaid zurückgreifen.”
Mehr Infos halten die Experten auf ihrer Website unter www.teltarif.de in einem Artikel bereit.



