Für viele Menschen bedeuten gerade Advent und Weihnachtszeit Stress. Doch den Rest des Jahres stehen viele Menschen ebenfalls oft unter Stress, ob in der Schule, im Studium, im Job oder im Haushalt.
Nicht alle Stressfaktoren können wir selbst beeinflussen oder gar kontrollieren, aber sehr viele davon eben schon. Dort müssen wir ansetzen, wenn wir entspannt und erholt sein wollen. Selbst wenn ein Burn-out nicht bevorsteht, wissen wir doch, dass es sich entspannt besser lebt. Für unsere Entspannung können wir jeden Tag etwas tun, das hat mit Disziplin zu tun.
Disziplin und Erholung scheinen erst einmal nicht zusammenzupassen, aber das eine hat viel mit dem anderen zu tun, schreibt DAHEIM in der Pressemitteilung zur aktuellen Ausgabe:
>>Wer in den Urlaub fährt, darf nicht erwarten, dass die Erholung bereits am ersten Tag zu spüren ist. “Je länger und stärker man unter Hochdruck steht, desto länger braucht man, um abzuschalten. Das geht nicht auf Knopfdruck”, sagt Christoph Eichhorn. In der Januar-Ausgabe der Zeitschrift DAHEIM in Deutschland gibt der Psychologe und Trainer für Stressbewältigung nützliche Tipps, wie man am meisten aus der schönsten Zeit des Jahres herausholen kann und wie Fehler in der Erholungsphase vermeidbar sind.
Grundsätzlich gilt: Der Urlaub, so rät Gesundheitspsychologe Eichhorn, sollte schon daheim bei den Vorbereitungen beginnen. “Bevor man wegfährt, sollte man zu Hause alle Erledigungen abschließen und nicht hektisch aufbrechen.” Zudem sei es wichtig, unterwegs auch mal eine Pause einzulegen: “Man macht sich auf der Fahrt ins Wochenende oder in den Urlaub oft selbst Stress, weil man meint, zu einer bestimmten Uhrzeit müsse man ankommen. Das muss nicht sein”, sagt Eichhorn.
Entscheidend für die Erholung von Körper und Geist ist nicht zuletzt ausreichende Bewegung – ob in Form eines Spaziergangs durch die Natur oder durch Sport. “Eine Runde Joggen oder Tennisspielen entspannt mehr, als sich nach einem anstrengenden Tag mit einer Tüte Chips vor den Fernseher zu setzen.” Für Eichhorn steht deshalb fest: “Erholung hat sehr viel mit Disziplin zu tun. Man muss sich selber einen Tritt geben.” Wichtig sei aber auch, den vorhandenen Ärger und Stress nicht zu verdrängen, sondern abzubauen: “Sich mit einer Vertrauensperson darüber auszutauschen oder das Ganze aufzuschreiben, das hilft.”
Aus Sicht von Eichhorn, der das Buch “Gut erholt – besser leben” geschrieben hat, sollte man vor allem darauf achten, den Leistungsgedanken aus dem Beruf nicht auf das Privatleben übertragen zu wollen. “Die Kunst ist es, einen Ausgleich zwischen Leben und Arbeiten zu finden, der den individuellen Bedürfnissen entspricht.” Dabei komme der inneren Haltung eine große Bedeutung zu. Eichhorns Beispiel: Wer mit größten Erwartungen an den Urlaub und ans gebuchte Hotel losfährt, kann leicht enttäuscht werden. “Am besten ist es, locker, neugierig, offen und flexibel zu sein. Sich besser nicht über den Kellner aufzuregen, sich lieber zu freuen, dass man in schöner Umgebung ist und frei hat.”<<
Mehr zum Thema steht in der Januar-Ausgabe von DAHEIM. Das neue Heft ist seit 14. Dezember im Zeitschriftenhandel erhältlich.


