Online-Videorekorder im Test

Videorekorder sind eine feine Sache: Man kann jederzeit und ganz unabhängig von dem, was die Fernsehsender gerade dann ausstrahlen, wenn man fernsehen möchte, seine aufgezeichneten Sendungen sehen.

Während digitale Videorekorder immer mehr Fans finden und billiger werden, gibt es inzwischen bereits Services, die einen analogen oder digitalen Videorekorder zumindest teilweise ersetzen können: Online-Videorekorder. Allerdings mögen besonders die großen privaten Free-TV-Sender diese Dienste gar nicht. Es gibt auf der juristischen Ebene immer wieder Streit um die Zulässigkeit von Online-Videorekordern. Wie diese Auseinandersetzungen einmal ausgehen werden, ist derzeit noch nicht absehbar.

Wer überlegt, einen Online-Videorekorder zu nutzen, sollte sich seinen Anbieter gut überlegt aussuchen, denn Tests zeigen, wie unterschiedlich das Leistungsspektrum dieser Online-Dienste ist. Wichtig ist zudem, welche Sender sich damit jeweils aufzeichnen lassen. Der beste Videorekorder nützt einem nichts, wenn man gerade die Sendungen, auf die es einem ankommt, damit gar nicht aufnehmen kann.

Für die Ausgabe 2/10 hat das Computermagazin c’t einige dieser Dienste getestet und rät, nicht voreilig ein Abo abzuschließen. Im Pressetext der c’t steht:

>>Online-Videorecorder sind fraglos praktisch: Man kann sie von jedem internetfähigen Rechner aus bequem programmieren, sie zeichnen auch mehrere Sendungen parallel auf, und den Mitschnitt kann man am PC oder auf dem Fernseher schauen. Mit Einschränkungen etwa bei der Anzahl der Aufnahmen und dem Speicherplatz kann man sie in der Regel sogar eine Zeitlang kostenlos testen. Den vollen Service liefern die Anbieter nur gegen Bezahlung, üblicherweise gleich für ein Jahres-Abo.

Sollte sich die Rechtslage in den kommenden Monaten ändern, könnten einzelne Online-Videorecorder aber von heute auf morgen ihren Dienst einstellen, weshalb man sich nicht allzu lange vertraglich binden sollte. Die Sendergruppen RTL und ProSiebenSAT.1 gehen gerichtlich gegen mehrere Dienstleister vor, weshalb ihre Programme schon jetzt nicht mehr von allen Online- Recordern aufgezeichnet werden.

Positiv fiel der Newcomer Bong.TV im c’t-Test auf: Die Bildqualität der Mitschnitte brilliert mit der vollen digitalen PAL-Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten. Allerdings ist die Senderauswahl recht klein. Da bietet Save.TV mehr, fällt aber bei der Bildqualität ab und nervte im Test des Öfteren mit Server-Ausfällen. OTR überzeugt mit niedrigen Preisen und einer großen Senderauswahl, blendet allerdings viel Werbung ein und schneidet nicht zuverlässig alle programmierten Sendungen mit. Shift.TV konnte in keiner Hinsicht überzeugen.

“Die Online-Lösungen sind eine tolle Alternative zu digitalen Videorecordern im Wohnzimmer. Wer allerdings Wert auf Dolby-Digital-Ton, Pay-TV oder alternative Sprachspuren etwa bei Arte legt, braucht ein eigenes Gerät”, erläutert c’t-Redakteur Nico Jurran. “Aber die Entwicklung geht weiter; gerade hat ein Dienst damit begonnen, HDTV-Sendungen mitzuschneiden.”<<

In jedem Fall braucht man für die Nutzung solcher Online-Dienste einen schnellen Internetanschluss.

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