Wie sicher Onlineshopping ist, hängt sehr stark vom jedem Einzelnen ab. Für die Sicherheit beim Onlineshopping kann man viel tun.
Ein Restrisiko bleibt zwar immer, aber Kriminellen kann man auch außerhalb des Internets aufsitzen. Wer seinen gesunden Menschenverstand beim Einschalten des Computers nicht abschaltet und ein paar Tipps beachtet, kann sich schon ziemlich sicher fühlen. Am 15. März 2010 ist Weltverbrauchertag. Aus diesem Anlass gibt Trusted Shops, ein Gütesiegelaussteller für Onlineshops, in einer Presseinfo Tipps, worauf man beim Onlineshopping achten sollte.
Zehn Warnsignale, die beim Onlineeinkauf misstrauisch stimmen sollten:
1. Suspektes Impressum
Der Verkäufer sollte in jedem Fall sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind dessen Angaben hingegen nur schwer oder gar nicht auffindbar, ist größte Vorsicht geboten. Dies gilt ebenso, wenn nur eine Firma, aber kein Name, oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.
2. Lückenhafter Datenschutz
Wenn Aussagen zum Datenschutz lückenhaft sind oder fehlen, kann das darauf hinweisen, dass der Website-Betreiber Kundendaten weiterverkauft oder an zweifelhafte Auskunftssysteme übermittelt.
3. Missverständliche Preisangaben
Alle Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer enthalten ist, und auch, welche Versandkosten samt Zuschlägen (Express, Nachnahme) genau entstehen. Werden die Versandkosten verschwiegen oder bleibt deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen vorprogrammiert.
4. Unverbindliche Lieferfristen
Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage im Kleingedruckten relativiert („Lieferfristen sind unverbindlich“), sollte der Verbraucher skeptisch werden. Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, müssen die längeren Lieferzeiten direkt beim Produkt genannt werden.
5. Vorkasse ohne Geld-zurück-Garantie
Bei einer Zahlung per Vorkasse sollte diese unbedingt durch die Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops abgesichert sein. Sollte der Händler trotz Zahlung nicht liefern, stellt dies den einzigen Schutz davor dar, sein Geld zu verlieren. Denn eine Überweisung lässt sich nicht rückgängig machen.
6. Unverschlüsselte Datenübertragung
Zahlungsdaten sollten niemals unverschlüsselt übertragen werden, denn diese könnten abgefangen und missbraucht werden. Auch würde dies häufig gegen die Bedingungen der eigenen Bank verstoßen. Am Schloss-Symbol im Browser kann jeder erkennen, dass die Übertragung verschlüsselt ist.
7. Unzulässige Beschränkung des Widerrufs
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gibt es generell das Recht, erworbene Waren innerhalb von zwei Wochen zurückzugeben. Vorsicht ist somit bei Händlern geboten, die dieses Recht in ihren AGB einschränken, indem sie nur originalverpackte Ware zurücknehmen möchten oder Angebotsartikel von der Rückgabe ausschließen.
8. Einseitige Benachteiligung im Kleingedruckten
Verbraucherunfreundlich und auch gesetzlich verboten: Manche Händler versuchen, Kunden durch Klauseln in ihren AGB unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie zum Beispiel „Versand auf Gefahr des Käufers“ oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden“ sind unzulässig und unwirksam.
9. Schlechte Erreichbarkeit
Eine Produktanfrage im Vorfeld per E-Mail oder Telefonanruf ist Gold wert – denn sie zeigt, wie es um den Kundenservice bestellt ist. Wer keine zügige Antwort erhält, sollte auch kein vorbildliches Entgegenkommen bei Umtausch oder Rückgabe erwarten.
10. Negative Bewertungseinträge in Foren & Co.
Aufschlussreicher Test: Wer den Namen des Händlers in eine Suchmaschine eingibt, findet eventuell Negativeinträge in Foren – etwa wegen langer Lieferzeiten oder schlechter Erreichbarkeit.
Die Website von Trusted Shops ist übrigens ein guter Ausgangspunkt, um seriöse Onlineshops zu finden.



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