Ein Test von getestet.de beweist: Umweltfreundlicher Strom muss nicht teurer sein als konventionell oder mit Atomkraft erzeugter Strom.
Im Gegenteil: Ökostrom kann sogar billig sein. Strom zu sparen im Haushalt oder bei der Anschaffung neuer technischer Geräte, die weniger Strom verbrauchen, bleibt wichtig. Wer jedoch Geld sparen möchte, sollte über den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter nachdenken. Sauber erzeugter Strom kann preislich gut mithalten, Ökostrom ist kein Luxus für Besserverdienende. Neben dem Preis sollte der Service beachtet werden. Meist kommt der Strom ja einfach zuverlässig aus der Steckdose, aber wenn es doch mal ein Problem gibt, sollte es nicht zu einem großen Problem werden.
Im Pressetext schreibt getestet.de über den Stromanbieter-Test:
>>Im hart umkämpften Strommarkt schicken die großen Konzerne Ihre Discount-Töchter in die Preisschlacht. Die kleinen Unternehmen halten dagegen und unterbieten die Großen mit Rabatten und mit günstigem Ökostrom. Aber genügt die Formel Strom billig? Geht der Discount-Preis zu Lasten des Service? Getestet.de hat bei Entega, Eprimo, E-wie-einfach, Lichtblick, Nuon, Stromistbillig und Yellostrom jeweils 73 relevante Bewertungskriterien abgefragt und Noten von „Gut“ (2,3) bis „Ausreichend“ (3,7) vergeben. Die ausführlichen Berichte und alle Bewertungen sind auf www.getestet.de/stromanbieter-test veröffentlicht.
Drei Ökostrom-Produzenten schafften es überraschend auf das Siegertreppchen: Nuon landet mit der Gesamtnote 2,3 auf dem ersten Platz, Entega und Lichtblick teilen sich mit der Note 2,7 den zweiten Rang. Alle drei Lieferanten haben Atomstrom gestrichen und unterbieten die Angebote der Tochterunternehmen von E.ON, RWE und EnBW. Einen „befriedigenden“ (2,9) Service serviert allerdings nur Lichtblick aus Hamburg.
Von den sieben getesteten Stromanbietern fällt einer aus dem Rahmen: Stromistbillig, das Internetvertriebsportal der Stadtwerke Pforzheim, führt vor, wie man es nicht machen sollte. Die Stadtwerke erinnern mit ihren starren Regeln an die Zeit vor der Liberalisierung. Nur zwei Tarife werden angeboten, die jeweils im Voraus zu bezahlen sind. Wer am Ende weniger verbracht, hat Pech: das Guthaben verfällt.
Die drei Konzern-Filialisten Eprimo (RWE), Yello (EnBW) und E wie einfach (E.ON) haben eine gemeinsame Stoßrichtung: alles geht über den Preis! Service erhält der Kunde, so er mag, beim Mutterkonzern. Als Discounter ist man grell, billig und um ‘nen schnoddrigen Spruch nicht verlegen. Alle drei liefern Atomstrom: Yello 45%, E wie Einfach 42% und Eprimo 2%.
Deutliche Unterschiede gibt es bei den Internetauftritten: Die gelbschwarze Yello-Seite wurde mit Spaß und Fantasie gebaut. E wie Einfach hat sich ein spartanisch funktionales Design verpassen lassen. Und die Eprimo-Site mutet merkwürdig öko-esoterisch an. Dieser Anbieter distanziert sich übrigens von sich selbst und „übernimmt keine Haftung für Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten Informationen“. Juristisch womöglich korrekt, aber aus werblicher Sicht eine törichte Formulierung.<<
Mehr über den Vergleichstest erfahrt Ihr in dem Artikel auf getestet.de.


