So unscharf der Begriff Web 2.0 sein mag, das Internet hat sich durch User Generated Content und Social Media stark verändert. Zum Besseren, möchte ich hinzufügen.
Allerdings ist die Informationsflut damit auf ein enormes Maß angewachsen. Schon vorher war es nicht leicht, wichtige von unwichtigen Informationen im Alltag zu filtern. Allein die Status-Updates und Tweets der eigenen Kontakte können bereits sehr viel Aufmerksamkeit beanspruchen. Über RSS-Feeds kann man einerseits sehr gut eine große Zahl von Informationsquellen im Blick behalten, doch man setzt sich auf diese Weise eventuell doch mehr unter Druck, als es gut wäre. Mehr Informationen helfen am Ende nicht immer, besser informiert zu sein.
Die besten Tools helfen einem nicht, wenn man sie mit der falschen Einstellung nutzt. Aber das ist mit Sicherheit kein Argument gegen nützliche Tools, die einem bei der Bewältigung der Informationsströme helfen.
Was die technischen Aspekte angeht, haben die Experten der c’t einige Tipps:
>>So vielseitig und bunt das Mitmach-Web die Online- Landschaft gemacht hat, so anstrengend kann es für den Surfer sein, in der Informationsfülle nicht unterzugehen. Zu den Mainstream-Medien sind viele interessante Angebote hinzugekommen – neben ungezählten RSS-Feeds auch die Updates in sozialen Netzen wie Twitter und LinkedIn. Dieser Strom lässt sich nur mit den richtigen Anwendungen kanalisieren.
Fast alle Browser und auch der E-Mail-Client Thunderbird beherrschen RSS-Feeds. Wer bei mehreren Dutzend Feeds aber den Überblick behalten will, sollte dies einem spezialisierten RSS-Reader überlassen, etwa dem PC-Programm NetNewsWire oder einem Online-Dienst wie Google Reader. Sie bieten mehr Darstellungs- und Filtermöglichkeiten, damit man Uninteressantes gar nicht erst zu Gesicht bekommt. Für Updates aus sozialen Netzen wiederum empfehlen sich Spezialisten wie TweetDeck oder Yoono. Viele Nutzer setzen ihr Smartphone als wichtigstes Lifestream-Werkzeug ein, entsprechend groß ist bereits die Auswahl einschlägiger Apps.
In Twitter und Facebook mischen sich häufig private und dienstliche Nachrichten. Listen helfen, diese zu trennen. So kann man anhand von Listen während der Arbeit die Beiträge von Kollegen und Geschäftspartnern, in der Freizeit die von Freunden und aus dem Sportverein lesen.
In Facebook sollte man zudem die Möglichkeit nutzen, Postings einzelner Benutzer oder Anwendungen zu verbergen.
“Dann kann man mit jemandem auf Facebook ,befreundet’ bleiben, muss aber nicht jede Statusmeldung der Person wahrnehmen”, erläutert c’t-Redakteur Jo Bager.
Wer seinen Lifestream bei der Arbeit, zu Hause und mobil bearbeitet, sollte dafür sorgen, dass er immer auf den gleichen Nachrichtenstamm zugreift. Für RSS-Feeds beherrscht dies zum Beispiel der Google Reader, der seinen News-Index sogar mit Desktop-Programmen wie dem RSS Bandit abgleichen kann.
Einige der angesprochenen Programme finden sich neben einer Vielzahl weiterer Anwendungen auf der beiliegenden Heft-DVD der aktuellen c’t-Ausgabe.<<


