Im Inland ist das Telefonieren mit dem Handy schon lange günstig, wenn man nicht gerade einen sehr ungünstigen Tarif gewählt hat. Die mobile Internetnutzung ist zwar noch nicht allgemein billig, aber wer preiswert das mobile Internet nutzen möchte, kann inzwischen einen entsprechenden Tarif wählen und muss sich keine großen Sorgen um die Kosten mehr machen. Ob für Smartphones oder für Notebooks und Netbooks, Datenflatrates kosten nicht mehr die Welt.
Bei der Handynutzung im Ausland sieht es anders aus, das ist den meisten Telefonkunden bewusst. In Grenzgebieten kann jedoch die automatische Netzwahl zur Kostenfalle werden. Wählt sich das Handy automatisch in das Netz mit dem besten Empfang ein, kann es in Grenznähe zum Ausland leicht passieren, dass man sich zwar im Inland befindet, aber zu Auslandkonditionen telefoniert oder das Internet nutzt. Das kann sehr teuer werden.
Zu diesem Thema informiert teltarif.de: >>Mit insgesamt neun Nachbarstaaten gibt es in Deutschland an vielen Ecken Grenzgebiete – an sich kein Problem, doch beim Telefonieren mit dem Handy können sie eine wahre Herausforderung darstellen. Denn in Grenzgebieten wie beispielsweise am Bodensee, im Bayerischen Waldoder dem Zittauer Gebirge besteht die Gefahr, dass sich das Handy in ein Netz des Nachbarlandes einbucht und so Roaming-Gebühren entstehen, also höhere Kosten für die Handynutzung in ausländischen Netzen. “Werverhindern möchte, dass sich sein Handy in Grenzgebieten in ausländische Netze einwählt, sollte im Menü die manuelle Netzwahl aktivieren und das deutsche Netz fest einstellen”, sagt Martin Müller vom Onlinemagazin www.teltarif.de.
Da Handys keine Grenzen kennen, richten sie sich bei der automatischen Netzwahl immer nach dem stärksten Signal und das kann in Grenznähe auch aus dem Ausland kommen. “Besonders ärgerlich ist es, wenn sich das Handy in Grenznähe in das Netz eines Nicht-EU-Landes einwählt. In einem Schweizer Netz kostet eine Gesprächsminute beispielsweise bis zu 1,50 Euro”, so Martin Müller. Im EU-Ausland sind die Preise zwar dank Regulierung erheblich gesunken, aber immer noch deutlich höher als in Deutschland, zumal auch eingehende Gespräche berechnet werden. Im EU-Tarif fallen 46 Cent pro abgehende und 17 Cent für jede eingehende Gesprächsminute an. Außerdem sollte beachtet werden, dass in ausländischen Netzen auch weitere Konditionen des deutschen Tarifes nicht mehr gelten, wie etwa Sprach- oder Internet-Pakete. Letzteres kann besonders teuer werden, da die Datenpreise im Ausland mit mehreren Euro pro Megabyte deutlich höher liegen.
Wer im Ausland an der deutschen Grenze Urlaub macht oder arbeitet, kann wiederum von den konkurrierenden Netzen profitieren: “Ist man im Ausland in der Nähe der deutschen Grenze, sollte man versuchen, mit Hilfe der manuellen Netzwahl seinen deutschen Anbieter zu empfangen. So lassen sich die hohen Auslandsgebühren umgehen”, sagt Müller. Tipp: Im Hotel bestehen die besten Empfangschancen nahe am Fenster; oft reicht es auch schon, wenn die Empfangsstärke im Display mit nur einem Balken angezeigt wird.<<
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