3D-Spiele auf dem Fernseher – funktioniert das schon?

Veröffentlicht in Allgemein von am Sonntag, 30. Januar 2011 0 Kommentare


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Wie hoch der Anteil von 3D-Inhalten bei Film, Fernsehen und Spielen künftig sein wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Doch eines scheint sicher: Diesmal setzt sich 3D wirklich durch! Würde man bei großen Displays nicht noch Shutterbrillen benötigen, die nicht bei allen Menschen beliebt sind, ginge es sogar noch viel schneller.

Das größte Hindernis stellt derzeit aber das kleine Angebot an 3D-Inhalten dar. Am größten ist die Auswahl bereits bei Spielen, was auch überhaupt kein Wunder ist. Wie gut die Technik heute schon funktioniert, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Bei aller berechtigten Kritik im Einzelfall sollte man insgesamt nicht zu skeptisch sein. Immerhin stehen wir noch am Anfang der technischen Entwicklung, was 3D-Computerspiele angeht. Die Spielehardware ist hier natürlich nur ein Posten im Geräte-Budget. Einen 3D-Fernseher muss man ebenfalls kaufen, wenn man auf einem großen Bildschirm im Wohnzimmer spielen möchte.

Kritisch beleuchtet das Thema die aktuelle Ausgabe der c’t. In der Presseinformation zum Heft heißt es:

>>Grafikkartenhersteller wollen Hunderte PC-Spiele räumlich auf Fernsehbildschirme bringen. Doch Grafikfehler und Performanceverluste verleiden einem so manche stereoskopische Spielesession, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 4/11.

Während sich Filme nachträglich nur schwer und mit unbefriedigenden Ergebnissen in 3D umwandeln lassen, sind PC-Spiele sowieso in einem dreidimensionalen Raum berechnet. So reicht im einfachsten Fall ein Treiber-Update der Grafikkarte aus, um die Szenerie in stereoskopischem 3D auszugeben. Die nötigen Shutter-Brillen liegen den aktuellen 3D-Fernsehern bei.

Bei genauerem Hinsehen bleiben jedoch von Hunderten Spielen kaum mehr als eine Handvoll neuerer Titel übrig, die technisch und auch spielerisch Lust auf 3D am Fernseher machen. Performance-Einbußen sind die häufigsten Probleme. Denn dem PC wird für die Darstellung von zwei getrennten Bildern für das rechte und das linke Auge mehr Leistung abverlangt.

Dabei ist penible Abstimmung erforderlich, damit jedes Objekt auch mit der richtigen Tiefeninformation dargestellt wird.

Selbst das Gütesiegel “3D Vision ready” garantiert nicht wirklich, dass ein Spiel auf dem PC rund läuft.

So stürzten auch derart ausgezeichnete Spiele in Tests der c’t-Redaktion reproduzierbar nach einigen Minuten ab. Teilweise harmoniert das Spieldesign insgesamt nicht mit Stereoskopie: Falsch positionierte Fadenkreuze, sich zu schnell bewegende Gegner oder zu düstere Szenarien schmälern den Spaß deutlich.

“Am besten lassen sich Action-Adventures spielen”, stellt c’t-Redakteur Hartmut Gieselmann fest. “Weil ihr Eingabe-Interface weniger komplex ist als bei Rollenspielen, lassen sie sich häufig gut per Gamepad steuern. Ihre Handlung ist nicht zu schnell und die Kamera fokussiert nicht ständig auf neue Objekte.”

Die Game of the Year Edition von “Batman Arkham Asylum” bleibt sowohl technisch als auch spielerisch noch immer das stereoskopische Vorzeigespiel auf PCs mit entsprechender Nvidia-Grafikkarte. AMD-Karten dagegen verlangen vom Anwender viel Experimentierfreude.<<


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