Mit dem Internet Benzinkosten sparen

Benzinpreise sind ein Reizthema für viele Autofahrer. Durch einen Preisvergleich lässt sich vor dem Tanken wie in so vielen anderen Lebensbereichen Geld sparen. Diese Möglichkeit wird indes nur von einer Minderheit genutzt, hat der BITKOM herausgefunden.

Das Sparpotenzial wird von vielen Autofahrern anscheinend unterschätzt. Zu Hause die Preise zu vergleichen, ist wohl am bequemsten. Unterwegs funktioniert es über mobile Internetverbindungen aber auch. Dank Smartphones und passender Apps ist es zudem leichter geworden, über das Mobiltelefon günstige Tankstellen zu finden. Eine andere Möglichkeit, Benzinkosten zu sparen, ist, eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Damit lässt sich auf lange Sicht besonders viel Geld sparen.

Der BITKOM schreibt diese Woche zu diesem Themenbereich:

>>Trotz der hohen Kraftstoffpreise nutzen nur wenige Verbraucher das Internet zum Vergleich der Spritkosten. Lediglich 4 Prozent der Autofahrer suchen im Web nach günstigen Tankstellen, wie eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM ergab. Mit Einsparungen von bis zu zehn Cent pro Liter haben viele Autofahrer das Einsparpotenzial via Internet offenbar noch nicht erkannt. 58 Prozent der Autofahrer vergleichen die Preise lieber vor Ort. Dabei unterscheiden sich die Preise an nahe beieinander gelegenen Tankstellen selten um mehr als einen Cent.

Autofahrer müssten längst nicht mehr von einer Tankstelle zur nächsten fahren, sondern können sich auf Internetseiten, wie zum Beispiel www.clever-tanken.de Tankstellen mit den niedrigsten Preisen für den benötigten Kraftstoff anzeigen lassen. Zudem bieten viele Portale auch entsprechende Apps, um bequem von unterwegs mit dem Smartphone die Kraftstoffpreise vergleichen und dann gezielt eine günstige Tankstelle auswählen zu können.

Die Kraftstoffkosten lassen sich auch dadurch senken, dass man Mitfahrer an der Finanzierung beteiligt. 8 Prozent der Autofahrer suchen bereits über das Internet für längere Strecken Mitreisende – vor allem junge und ledige Menschen. So liegt der Anteil der Personen, die online nach Mitfahrern Ausschau halten, bei den 18- bis 29-Jährigen bei 20 Prozent, bei ledigen Personen bei 17 Prozent. Internetportale, wie www.mitfahrzentrale.de oder www.mitfahrgelegenheit.de bieten gute Möglichkeiten, Menschen mit dem gleichen Reiseziel zu finden.

Viele Autofahrer sind offenbar bereit, angesichts der hohen Preise zumindest teilweise auf ihren Wagen zu verzichten. 49 Prozent der Autofahrer gaben bei der Befragung an, ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, indem sie weniger fahren. Rund ein Drittel (31 Prozent) wollte auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Die Bildung von Fahrgemeinschaften strebten 11 Prozent an.

Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben jüngst mit rund 1,50 Euro für einen Liter Super den höchsten Stand seit Sommer 2008 erreicht. Das Bundeskartellamt untersucht derzeit, ob es Preisabsprachen zwischen den Mineralölkonzernen gibt und wird voraussichtlich im März erste Ergebnisse präsentieren. Experten machen den hohen Rohölpreis und die Euroschwäche für die hohen Kraftstoffpreise verantwortlich.

Zur Methodik: Das Marktforschungsunternehmen Aris befragte im Auftrag des BITKOM telefonisch 1.002 Personen, davon 724 Autofahrer, wie sie angesichts der hohen Kraftstoffpreise ihren Verbrauch reduzieren. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich. Die Befragung ist repräsentativ.<<

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  1. Durch billige Tankstellen kann man viel Geld sparen | RSS Verzeichnis - Sonntag, 13. Februar 2011

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