Niemand sollte auf die Nutzung des Internets aus Sicherheitsgründen komplett verzichten. Man kann sich zwar zu viele Sorgen machen, aber zahlreiche Onliner muss man im Gegenteil vor zu leichtsinnigem Verhalten warnen. Misstrauen und Vorsicht können sich lohnen. Wer das Internet nutzt, sollte sich ausreichend schützen. Sonst wird sein Computer schnell zu einem ferngesteuerten Werkzeug von Kriminellen.
Mit dem Internet aufzuwachsen bedeutet nicht, sich damit auszukennen. Ältere Nutzer sind über die Gefahren im Internet besser informiert als Jugendliche, geht aus der aktuellen PC Tools Studie hervor.
>>Ältere Menschen werden gerne für technologisch rückständig gehalten, gerade wenn es um die Themen Computer und Internet geht. Eine aktuelle Studie des Softwareherstellers PC Tools deckt eine ganz andere Wahrheit auf: Auch die Generation 60+ verzichtet heute nur noch ungern auf das World Wide Web und weiß erstaunlich gut Bescheid.
Zeiten ändern sich
Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 nutzten im Jahr 2000 lediglich 4,4% der über 60-Jährigen das Internet. Heute sind es 28,2%. Waren Wikipedia und YouTube vor einigen Jahren noch Neuland für fast alle Senioren (60+), nutzen inzwischen 45% regelmäßig Wikipedia und immerhin 14% greifen auf Videoportale zu. Doch etwas zu nutzen bedeutet nicht, dass man sich damit auskennt.
Sicherheit geht vor
Aber auch wenn es um das Thema Internetsicherheit geht, schneiden die „Silver Surfer“ laut PC Tools Studie erstaunlich gut ab: 94,2% der Online-Oldies können den Begriff „Spam“ erklären, das sind 5% mehr als in der Gruppe der 14-19-Jährigen (89%). Ähnlich sieht es beim Begriff Trojaner aus: 91,7% gegenüber 85% bei den Jungen. Was unter Phishing zu verstehen ist, wussten gar nur 42,6% der 14-19 Jährigen, bei der Gruppe 60+ waren es 76,5%. Das legt die Schlussfolgerung nahe, dass die Jüngeren zwar mehr Surfen und sich im Internet leichter zurechtfinden, die Älteren sich jedoch insgesamt mehr mit dem Medium Internet beschäftigen, wenn sie es nutzen.
In diese Richtung lassen sich auch die folgenden Ergebnisse deuten: Ein großer Prozentsatz der Befragten im Alter von 60+ (39,5%) bezeichnet sich als Safety-First-Typen, der lieber auf Nummer sicher geht und auf Sicherheits-Software größten Wert legt. Bei den jungen (14-19) Internetnutzern sind dies immerhin auch 32,5%. Als Technologie-Freak bezeichnen sich 21,9% der Befragten im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Unter den „Silver Surfern“ ordnen sich hingegen nur 8,2% dieser Kategorie zu.
Online-Banking vs. Facebook
Einen Monat aufs Internet verzichten – das fällt vor allem den jüngeren Nutzern schwer. Wie erwartet würden 42,2% der jungen Menschen im Alter von 14-19 Jahren speziell unter dem Verzicht auf Facebook und Co. leiden. 25,4% würden nur sehr ungern auf die Kommunikation via E-Mail verzichten. Bei den Senioren steht die E-Mail-Konversation ganz oben: 43,9% würden an erster Stelle ihre E-Mails vermissen, nur 0,4% vermissen soziale Netzwerke. Interessant: Auf das Online-Banking wollten 39,4% der über 60-Jährigen am wenigsten verzichten. Je jünger die Befragten, desto unwichtiger war dieser Punkt.
Die aktuelle PC Tools Studie zeigt, dass die Generation 60+ sicherer und selbstbewusster durch die virtuelle Welt geht als vielfach angenommen. Das Internet ist auch für viele Senioren mittlerweile ein unverzichtbarer Teil des täglichen Lebens, der neue Möglichkeiten und ein hohes Maß an Komfort bietet. Bei Sicherheitsfragen können sich junge Internet-User sogar noch eine Scheibe von den Alten abschneiden.
Die PC Tools Onlinestudie wurde vom Marktforschungsinstitut GfK im Rahmen eines GfK eBUS im September 2010 durchgeführt. Dazu wurden über 1.000 Männer und Frauen im Alter ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Studie repräsentiert die deutschen privaten Internetnutzer.<<
Aktuelle Sicherheitsbegriffen werden auf der Website von PC Tools von Kindern erklärt. Für ein wenig handfestere Erklärungen kann man ins Glossar bei PC Tools gucken.





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[...] an, mit dessen Hilfe sich Internetnutzer gewissermaßen über die Großwetterlage der Online-Bedrohungen informieren [...]