10 Tipps für mehr Energieeffizienz

Energie und damit Geld zu sparen, ist manchmal sehr einfach. Daneben gibt es Tipps zum Energiesparen, die etwas Mühe erfordern, doch angesichts der Sparmöglichkeiten wird man für seine Mühe reichlich belohnt. Diese “Arbeit” macht sich bezahlt.

Als Mieter stehen einem leider nicht so viele Sparmöglichkeiten zur Verfügung, wie sie einem Hauseigentümer offenstehen. Doch jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeit Energie im Haushalt sparen und dabei nicht nur Geld sparen, das anders besser angelegt bzw. ausgegeben werden kann. Jeder kann in seinem Bereich einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten. Auf Strom aus Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken kann jeder Stromkunde durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter verzichten.

Die co2online gemeinnützige GmbH gibt in diesem Zusammenhang 10 Tipps für Privathaushalte:

>>Haushaltsgeräte tauschen, Ökostrom bestellen, Heizung optimieren – für Privathaushalte gibt es viele Möglichkeiten, die persönliche Energiewende einzuläuten. “Mit aktivem Energiesparen und einer verbesserten Energieeffizienz kann jeder helfen, unabhängiger von Atomstrom und Energieimporten zu werden”, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. Das Einsparpotenzial im privaten Bereich liegt bei 24 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht etwa der Strommenge, die von drei Atomkraftwerken pro Jahr erzeugt wird.

Mit einem 10-Punkte-Sofortprogramm können Verbraucher ihre Energiewende zu Hause in Angriff nehmen. Es ist in ausführlicher Form mit Verlinkungen auf www.klima-sucht-schutz.de/energiewende nachzulesen.

1. Tauschen Sie Ihre alte Heizungspumpe aus

Viele Heizungspumpen sind alt und verbrauchen mehr Strom als Waschmaschine und Fernseher zusammen. Mit Hocheffizienzpumpen kann der Stromverbrauch im Einfamilienhaus von 600 auf 90 Kilowattstunden jährlich gesenkt werden. Das spart mehr als 110 Euro Stromkosten pro Jahr. Ob die eigene Pumpe ein Stromfresser ist, zeigt der PumpenCheck.

2. Lernen Sie Ihren Stromverbrauch kennen

Wer Strom sparen will, sollte wissen, wie viel er verbraucht. Der StromCheck express zeigt, wo Haushalte im Vergleich zum Durchschnitt stehen. Allein durch den weitgehenden Verzicht auf Standby-Betrieb durch den Einsatz einer abschaltbaren Steckerleiste lassen sich im Jahr 440 Kilowattstunden bzw. 97 Euro sparen. Mit der kostenlosen App StandbyCheck für iPhone, iPad und iPod kann der Dauerstromverbrauch mobil ermittelt werden.

3. Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter

Viele Verbraucher suchen nach ökologischen Alternativen zum bisherigen Stromanbieter. Wichtig ist dabei, einen Ökostrom-Anbieter zu wählen, der in den Ausbau Erneuerbarer Energien investiert. Das garantieren das “Grüner Strom Label” oder das Gütesiegel “ok power”. Alle Informationen zum Wechsel bietet die Website www.atomausstieg-selber-machen.de.

4. Prüfen Sie, ob sich der Tausch alter Geräte rechnet

Viele Verbraucher tun sich schwer, ein altes aber noch funktionierendes Gerät auszutauschen. Dabei kann sich der Kauf eines neuen Geräts schnell rechnen, weil ältere oft sehr viel Strom verbrauchen. Ein Beispiel: Ein Kühlschrank mit Gefrierfach von 1992 verbraucht im Vergleich mit einem aktuellen Modell dreimal so viel Strom. Mit einem Neugerät lassen sich pro Jahr rund 80 Euro sparen. Ob sich der Austausch lohnt, verrät der KühlCheck.

5. Nutzen Sie programmierbare Thermostate

Mit programmierbaren Thermostaten können die Temperaturen der Heizkörper präzise gesteuert werden. Das steigert den Komfort und senkt den Heizenergieverbrauch um etwa zehn Prozent. Die Thermostate kosten pro Heizkörper zwischen 20 und 50 Euro.

6. Bringen Sie Ihr Haus energetisch auf Vordermann

Die Gebäudedämmung ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um den Heizenergieverbrauch deutlich zu reduzieren. Mit ihr lassen sich 25 bis 75 Prozent Heizenergie sparen – je nachdem, ob Dach, Keller oder Außenwände gedämmt werden. Die Kosten liegen bei 25 bis 110 Euro pro Quadratmeter. Der Modernisierungsratgeber zeigt, welche Modernisierung sich rechnet.

7. Heizen Sie nicht mit Strom

Ob Nachtspeicherheizung oder Infrarotstrahler: Mit Strom Wärme zu erzeugen, ist die teuerste und ineffizienteste Art des Heizens. Auch die dezentrale Warmwasserbereitung mit Strom verschwendet unnötig viel Energie. Der Aufwand für die Umstellung ist meist relativ hoch, lohnt sicher aber, wenn ohnehin eine Heizungserneuerung ansteht.

8. Sorgen Sie für Transparenz in Ihrem Energiehaushalt

Rund 130 Euro gibt jeder deutsche Haushalt monatlich für Energie aus. Das kostenlose Energiesparkonto hilft, den Verbrauch, die CO2-Bilanz und die Kosten für Strom, Wasser und Heizenergie in den Griff zu bekommen und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz zu leisten.

9. Holen Sie das Optimale aus Ihrer Heizung

Der hydraulische Abgleich ist für Hauseigentümer eine weitere Sparoption. Die optimierte Einstellung des Heizsystems sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und kostet etwa vier bis fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Energieverbrauch verringert sich so um etwa 10 Prozent.

10. Verringern Sie Ihren Warmwasserverbrauch

Warmwasser sparen, bedeutet Energie zu sparen. Nach der Raumwärme ist Warmwasser der größte Energieverbrauchsposten in privaten Haushalten. Wassersparende Duschköpfe und Durchflussbegrenzer sind praktische Hilfsmittel, die den Wasserverbrauch verringern.<<

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