Der Kauf eines neuen Fernsehers ist für viele Zuschauer ein Projekt, zu dem sie wochenlang oder sogar noch länger recherchieren und dann ausdauernd im Internet Preise vergleichen. Sich beim Kauf eines Fernsehers nicht zu beeilen, sondern in Ruhe Tests und Meinungen zu lesen, ist zu empfehlen. Immerhin handelt es sich beim TV-Geräte-Kauf nicht nur um eine recht große Anschaffung. Die Vorfreude sollte auch nicht unterschätzen!
Die Menschen verbringen viel Zeit vor ihren Flachbildfernsehern. Billig zu kaufen und aus Bequemlichkeit nicht in Ruhe Informationen einzuholen, kann man jahrelang Abend für Abend bedauern. Die Qualitätsunterschiede sind zum Teil erheblich, Strombedarf und Bedienkomfort unterscheiden sich ebenfalls. Hat man sich für ein bestimmtes TV-Gerät entschieden, ist es empfehlenswert, Preise zu vergleichen. Wer möglichst wenig Geld für den Kauf eines Flachbildfernsehers ausgeben möchte, sollte prüfen, wie intensiv er ihn vermutlich nutzen wird. Spart man an der richtigen Stelle, wenn man seinen Flachbildfernseher billig kauft?
Nein, das macht man nicht. (Vorjahresmodelle bieten allerdings oft ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.) Andererseits bekommt man für einen höheren Kaufpreis nicht immer mehr Leistung. Ein großer Fernseher bietet zudem nicht unbedingt ein besseres Seherlebnis. Die Bildschirmdiagonale muss außerdem zum Sitzabstand passen.
Die Stiftung Warentest hat für ihre Aprilausgabe Fernseher und Satelliten-Empfänger getestet und informiert in einer Presseinfo:
>>Fernsehen in hoher Auflösung (HD) macht auf einem riesigen Bildschirm am meisten Spaß â€“ sollte man meinen. In einem aktuellen Test der Stiftung Warentest schnitt jedoch nur eines von sechs Geräten mit Bilddiagonalen von 117 bis 127 cm „gut“ ab. So manch kleinerer Fernseher im Test lieferte ein deutlich besseres Bild. Und auch bei den Sat-Empfängern, die derzeit die größte Programmvielfalt in HD auf die Mattscheibe bringen, enttäuschte ausgerechnet eines der teuersten Geräte im Test.
Einen Vorteil bieten die Riesenfernseher vor allem bei 3D-Filmen. Mit herkömmlichen Fernsehsignalen tun sich die Riesen jedoch schwer: Der 127 cm große Plasmafernseher LG 50PX950 etwa lieferte über Kabeltuner (DVB-C) in Standardauflösung nur ein „ausreichendes“ Bild. Zudem verbrauchte er im Betrieb mit knapp 400 Watt mehr als das Dreifache der meisten großen LCD-Fernseher.
Generell sollten Kunden den zu ihrer Wohnzimmergröße passenden Fernseher wählen. Je größer der Bildschirm, desto deutlicher erscheinen auch Bildfehler, etwa von analogen Kabelsignalen. Wer dann zusätzlich noch zu nah am Bildschirm sitzt, wird sich ärgern. Zwischen Sofa und einem 117 cm großen Fernseher sollten rund drei Meter Abstand liegen – bei analogem Empfang sogar etwas mehr.
Insgesamt knapp bestes, aber auch bei weitem teuerstes Gerät im Fernseher-Test war der 80 cm Bilddiagonale messende Loewe Individual 32 Compose Sound LED DR+ für 3.010 Euro. Er überzeugte durch gutes Bild und nahezu perfekten Klang. Bei den Riesen mit 117 cm Diagonale war der Sony KDL 46NX715 (2.220 Euro) der einzige „Gute“.
Hochauflösende Fernsehsignale liefert ein digitaler Sat-Empfänger (DVB-S), der längst nicht in jedem Fernseher eingebaut ist. Wer ein separates Gerät benötigt, kann beispielsweise zu einem einfachen Empfänger ohne viele Extras greifen – etwa dem knapp „guten“ Comag HD 25 für 62 Euro.
Teurere Sat-Empfänger sind meist deutlich vielseitiger: Testsieger Humax HD-Fox+ für 285 Euro etwa kann Medienangebote aus dem Internet abspielen und Sendungen auf einen USB-Datenträger aufnehmen. Enttäuschend: Der ebenso teure Vantage VT-600S schnitt nur „mangelhaft“ ab.
Die ausführlichen Tests Fernseher und Sat-Empfänger sind in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/fernseher und www.test.de/sat-empfaenger veröffentlicht.<<





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[...] sind die Preisunterschiede nicht so groß, als dass man sich allein dadurch vom Erwerb eines zu großen Flachbildfernsehers abhalten ließe. Der Abstand zum TV vom jeweiligen Sitzmöbel aus gerechnet ist [...]