Wer seinen Stromanbieter wechselt, hat sich meistens vorher im Internet informiert

Schon lange muss kein Stromkunde mehr bei seinem örtlichen Versorger Kunde bleiben, sondern kann sich selbst aussuchen, wo er seinen Strom bestellt. Nicht nur die Möglichkeit, durch den Wechsel des Stromabieters jedes Jahr Hunderte Euro sparen zu können, motiviert zum Wechsel.

Mehr und mehr Stromkunden möchten nicht mehr für Atomstrom bezahlen. Wer sich für echten Ökostrom entscheidet, verzichtet nicht nur auf Atomkraft, sondern schützt die Umwelt auch anderer Stelle; besonders bedeutsam ist hier die CO2-neutrale Stromproduktion mit erneuerbaren Energieträgern. Für viele Haushalte, die auf Ökostrom umgestellt haben, macht sich ihre Wechselentscheidung finanziell gesehen positiv bemerkbar, auch wenn es primär gar nicht darum ging, Strom billiger zu bekommen.

Noch wechseln zwar zu wenige Stromkunden ihren Anbieter, doch wer diesen Schritt geht, hat sich in acht von zehn Fällen zuvor online informiert, geht aus einer Umfrage von TNS Infratest hervor. Die Marktforscher schreiben zu den Studienergebnissen:

>>Das Internet ist in der Informationsphase vor einem Stromanbieterwechsel von zentraler Bedeutung: 80 Prozent der potenziellen Wechsler nutzen Online-Portale mit dem Angebot, Stromanbieter und ihre Tarife miteinander zu vergleichen. Eine Analyse des Surfverhaltens der Stromanbieterwechsler zeigt, dass 30 Prozent dabei die gezielte Information auf Energie-Preisvergleichsseiten wie verivox.de vor oder für den Wechsel einholen. Unspezifische Preisvergleichsseiten wie beispielsweise check24.de oder preisvergleich.de, die nicht nur Vergleiche für Strom, sondern auch für Versicherungen, etc. anbieten, werden von jedem Zweiten (53 Prozent) besucht.

Das Internet ist nicht nur die bevorzugte Informationsquelle der Information vor einem Stromanbieterwechsel, sondern auch hauptsächlich genutzter Vertriebskanal für den tatsächlichen Vertragsabschluss bei einem neuen Stromanbieter. Dies trifft vor allem für den Wechsel zu kleineren überregionalen und Naturstromanbietern zu. Kunden, die zu Stadtwerken wechseln, nutzen hingegen auch die traditionellen Vertriebskanäle, wie die schriftliche Form (knapp 30 Prozent) oder das Kundencenter (16 Prozent) für den Vertragsabschluss.

Die Kostenersparnis, die sich als der vorrangige Grund, den Stromanbieter zu wechseln herausgestellt hat, und das generelle Kostenbewusstsein spiegeln sich auch beim Verhalten der Stromanbieterwechsler in der Suchmaschinennutzung wider. Die häufigsten Suchbegriffe stammen aus dem Themenkomplex „Preisvergleich“, wie die Analyse der eingegebenen Suchbegriffe im vierten Quartal 2010 zeigt. Im Vergleich zur deutschen Online-Gesamtbevölkerung (Quelle: TNS Digital Life Studie) zeigen wechselwillige Stromkunden eine ausgeprägtere Suchmaschinennutzung (durchschnittlich 30 vs. 24 Suchanfragen pro Woche) und einen intensiveren Besuch der Websites von Stromanbietern.

Bei der Betrachtung exemplarischer Suchhistorien fällt auf, dass das Surfverhalten von Stromanbieterwechslern eher unstrukturiert verläuft und von wiederholten Besuchen ein und derselben Website gekennzeichnet ist. „Das Internet und die Möglichkeiten sich auf Social Media Plattformen über Stromanbieter und die Erfahrungen anderer Kunden mit spezifischen Stromversorgern auszutauschen, eröffnen zunehmende Potenziale der Neukundengewinnung und ermöglichen potenziellen Stromanbieterwechslern sich im Vorfeld über positive und negative Erfahrungen anderer Kunden zu informieren und diese in die Entscheidung bei der Wahl für einen Anbieter einfließen zu lassen“, so Dr. Petra Breidenbach, Projektleiterin der Studie „Strommarkt 2010/2011“ bei TNS Infratest.<<

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  1. Stromanbieterwechsel: Was ist den Verbrauchern besonders wichtig? | billigberaten.biz - Sonntag, 29. Januar 2012

    [...] jeder schon einmal getan hat. Manche Haushalte können mehrere Hundert Euro im Jahr nach dem Wechsel ihres Stromanbieters sparen, es lohnt sich also, sich ein wenig Zeit zu [...]

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