Reicht die PC-Leistung für aktuelle Spiele oder andere grafikintensive Anwendungen nicht mehr aus, lohnt sich oft das Aufrüsten des Computers. Neben der Speichererweiterung ist besonders der Kauf einer neuen Grafikkarte interessant, wenn das System insgesamt noch nicht so alt ist.
Befindet sich der PC schon einige Jahre im Einsatz, sollte man sich gründlich überlegen, ob das Aufrüsten überhaupt sinnvoll ist. Immerhin gibt es häufig mehr als nur einen Engpass bei der PC-Leistung. Zudem sind mit dem Kauf einer neuen Grafikkarte zum Teil weitere Kosten verbunden, etwa wenn das alte Netzteil nicht stark genug ist oder das Mainboard ausgewechselt werden muss. Nicht zu vergessen: der Platzbedarf. Wo Platz für eine einfache Grafikkarte ist, passt eine leistungsstarke Karte für Spiele möglicherweise gar nicht ins Gehäuse. Das ist nicht nur eine Frage von freien Steckplätzen.
Gleichwohl kann man mit dem Einbau einer neuen Grafikkarte oft den gewünschten Erfolg erzielen. Das Magazin COMPUTERBILD SPIELE hat acht Grafikkarten aus der “Mittelklasse” für die seit Anfang des Monats erhältliche Ausgabe getestet und schreibt in einer Presseinformation:
>>Ruckeln Rennwagen nur noch im Schneckentempo über den PC-Bildschirm, wird es höchste Zeit für eine neue Grafikkarte. Bei den Mittelklasse-Karten um 200 Euro hat sich im Vergleich zu den Vorjahresmodellen einiges getan: Mit Hilfe verbesserter Prozessoren bringen sie den Rechner wieder auf Touren und garantieren bei aktuellen PC-Spielehits flottes Tempo und flüssige Bildwiedergabe. Das ergab ein Test der Fachzeitschrift COMPUTERBILD SPIELE von acht Grafikkarten zwischen 165 und 239 Euro (Heft 7/2011, ab Mittwoch im Handel).
Vier der getesteten Karten setzen auf Nvidias Grafikprozessor Geforce GTX 560 Ti, je zwei haben den Radeon HD 6950 und den Radeon HD 6870 von AMD an Bord. Die Prozessoren und der auf der Karte installierte Grafikspeicher arbeiten mit einer wesentlich höheren Taktfrequenz als die der Vorgängermodelle. Das bringt bei allen Testkandidaten deutlich mehr Tempo. Selbst die langsamste Karte im Test – die Sapphire Vapor-X HD 6870 (Testergebnis: 2,01; Preis: 209 Euro) – lieferte immer noch respektable 43 Bilder pro Sekunde. Darüber hinaus erledigen die Grafikkarten Aufgaben wesentlich schneller als der Hauptprozessor (CPU) eines PC: Um einen 2,5-Minuten-HD-Film mit 193 Megabyte für das iPhone zu verkleinern, benötigte ein Intel Core i5-Prozessor knapp zwei Minuten – die getesteten Grafikkarten im Schnitt nur 52 Sekunden.
Das Rennen machte der Testsieger MSI N560GTX-Ti Hawk (Testergebnis: 1,70; Preis: 226 Euro): Der Tempo-Überflieger war die schnellste Grafikkarte im Test und brachte auch brandneue Spiele-Hits flüssig und detailliert mit 52 Bildern pro Sekunde auf den Monitor – in Full-HD bei einer Bildauflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Für das hohe Tempo benötigte die Karte allerdings viel Strom: 208 Watt sind der Spitzenwert im Test. Deutlich sparsamer war der Preis-Leistungs-Sieger MSI R6870 Hawk (Testergebnis: 1,90; Preis: 165 Euro), der nur 95 Watt verbrauchte. Tempomäßig konnte das MSI-Modell mit 45 Bildern pro Sekunde jedoch nicht mit dem Test-Sieger mithalten. Nervig: Wie alle getesteten Karten fiel auch die MSI R6870 Hawk durch laute Betriebsgeräusche auf.
COMPUTERBILD SPIELE im Internet: www.cbspiele.de<<




