Die Zeiten, in denen Unternehmen und Privathaushalte auf schnelle Internetverbindungen verzichten konnten, sind lange vorbei. Ohne Breitband-Internet droht Gemeinden die Abwanderung von Firmen und sogar Einwohnern. Wer möchte schon wohnen, wo es keine halbwegs schnellen Internetzugänge gibt?
Schnelle Internetanschlüsse sind nicht nur über das Festnetz möglich, Mobilfunkverbindungen können eine Alternative zu DSL darstellen. Die UMTS-Netze (3G) können Versorgungslücken in ländlichen Gebieten nur notdürftig schließen, doch mit dem Aufbau der nächsten Mobilfunkgeneration (4G) mit dem Standard Long Term Evolution (LTE) sind Datenraten möglich, die über denen von DSL liegen. Zumindest theoretisch. Dank der ersten LTE-Internet-Angebote dürfen die Bewohner von mit DSL nicht versorgten Gebieten aber hoffen, die meisten aktuellen Internetanwendungen bald nutzen zu können. Besonders hohe Geschwindigkeiten werden schließlich erst für wenige Anwendungen benötigt.
Das Magazin c’t schreibt in einer Presseinfo zur aktuellen Ausgabe:
>>Die Mobilfunkbetreiber haben damit begonnen, die ersten DSL-freien Gebiete mit der Funktechnik LTE zu versorgen. Für viele Nutzer auf dem Land wird die erstmalige Versorgung mit einem Breitbandanschluss zu bezahlbaren Preisen eine Erlösung sein, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 13/11.
Wer bisher in den sogenannten weißen Flecken wohnte, musste für einen unterdurchschnittlich schnellen Internetzugang per ISDN oder Satellit überdurchschnittlich viel bezahlen. “Auch die neuen LTE-Tarife sind teurer als DSL-Angebote. Mit Preisen ab 30 Euro pro Monat halten sie sich aber noch im Rahmen”, erläutert c’t-Redakteur Urs Mansmann. Der Vorteil einer Funktechnik gegenüber DSL oder Internet per TV-Kabel liegt auf der Hand: Es müssen keine Leitungen kostenaufwendig in die Erde verlegt werden, vorhandene Basisstationen lassen sich erweitern.
Mit dem Erwerb der LTE-Lizenzen für jeweils 1,2 Milliarden Euro sind die Mobilfunkprovider die Verpflichtung eingegangen, mindestens 90 Prozent der weißen Flecken in Deutschland mit der Funktechnik zu versorgen. “Allerdings können die Kunden kaum auf Wettbewerb hoffen”, erläutert c’t-Experte Urs Mansmann. “Die Mobilfunkanbieter versorgen vorzugsweise Gebiete, in denen noch kein Konkurrent tätig ist.”
Die Telekom bietet derzeit eine Datenüberragungs- geschwindigkeit von 3 MBit pro Sekunde, O2 7,2, Vodafone bis zu 50 MBit pro Sekunde. Testläufe zeigten jedoch, dass unter realistischen Bedingungen höchstens 20 MBit pro Sekunde erreichbar sind.
Insgesamt stehen pro Sektor nur 75 MBit zur Verfügung.
Schöpfen die Anwender diese aus, sinkt die nutzbare Bandbreite. Damit nicht einige wenige Vielsurfer, die über Stunden besonders viele Daten herunterladen, allen anderen den Internet-Spaß verderben, haben die Mobilfunkprovider grundsätzlich nur Volumentarife im Angebot. Überschreiten die Kunden das gebuchte Datenvolumen, müssen sie sich mit einer deutlich geringeren Übertragungsrate zufrieden geben.<<





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[...] kein DSL verfügbar ist, braucht man eine Alternative, die ebenfalls einen schnellen Zugang zum Internet bietet. Neben der Datenübertragung via [...]
[...] und Düsseldorf gehörten zu den erstem großen Städten, die in den Genuss von 4G-Internet kamen. Anders als in ländlichen Regionen, in denen es zum Teil kein DSL gibt, geht es in den [...]