Für alles scheint es heute eine App zu geben. Beim Thema Diebstahl machen die App-Entwickler nicht halt. Eine App, die vor dem Diebstahl eines Smartphones schützt, gibt es zwar leider nicht. Aber es gibt Apps, die den Schaden begrenzen, wenn das Mobiltelefon schon weg ist.
Besonders bei hochwertigen Smartphones kommt zum zusätzlichen Aufwand zwar noch der nicht unbeträchtliche materielle Schaden. Doch das Smartphone selbst zu verlieren, ist letztlich gar nicht so schlimm. Jedenfalls verglichen mit dem Schaden, der möglicherweise nach dem Diebstahl eintreten kann. Dagegen, dass jemand anderes Kosten durch Telefonate verursacht, kann man sich durch eine Sperrung der SIM-Karte im Nachhinein noch gut schützen, wenn man den Verlust des Handys rechtzeitig bemerkt. Aber was ist mit den Daten, die auf einem Smartphone alle gespeichert sind?
Der Diebstahl eines Smartphones kann extrem unangenehme Folgen haben. Denkt man erst einmal darüber nach, möchte man vielleicht sogar sein Mobiltelefon in Zukunft lieber zu Hause lassen. Aber das ist natürlich keine sinnvolle Lösung.
Die c’t hat für die aktuelle Ausgabe Anti-Diebstahl-Apps einem Test unterzogen. Über die Testergebnisse erfahren wir in der Presseinformation:
>>Sicherheits-Software ortet und sperrt gestohlene Android-Smartphones und löscht persönliche Daten im Speicher. Solche Apps funktionieren zuverlässiger als ähnlich angelegte Webdienste der Handyhersteller, berichtet das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 16/11.
Ein geklautes Smartphone bedeutet Frust, denn das teure Gerät samt Zugangsdaten, Mails und Fotos liegt in fremden Händen. Mehrere Schritte sind jetzt notwendig, um den Schaden zu begrenzen: Die möglichst zuvor eingestellte Bildschirmsperre sollte den Zugriff auf die Dienste des Smartphones verhindern, eine Ortungsfunktion per GPS oder WLAN den aktuellen Standort bekannt geben und eine Löschfunktion persönliche Daten von den Speichermedien entfernen. Anschließend sollte man unbedingt die SIM-Karte sperren lassen.
Im c’t-Test konnte unter den Hersteller-Diensten nur die Samsung-Lösung mit ausgesuchten Smartphones diese Aufgaben zufriedenstellend erledigen. Mit speziellen Apps aus dem Android-Market steht man besser da. Sie lassen sich einfach konfigurieren und können sperren, orten und zumindest oberflächlich löschen.
“Gegen echte Profis helfen alle Vorsichtsmaßnahmen jedoch meist wenig”, erklärt c’t-Redakteur Lutz Labs. Sie können die SIM-Karte entnehmen und die komplette Smartphone-Software neu aufspielen, das sogenannte Flashen. “Bei Gelegenheitsdieben ist die Chance, dass man noch etwas ausrichten kann, aber recht gut.”
Hat man das Smartphone einfach nur verloren, sollte man ehrlichen Findern die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme geben. Bei einigen Android-Geräten kann man eine mehrzeilige Meldung erstellen, die trotz Bildschirmsperre zu sehen ist. Auch einige der Apps im c’t-Test zeigen auf Wunsch eine persönliche Nachricht an.
Die App Plan B lässt sich als einzige im Testfeld auch nach Verlust des Smartphones installieren. Dafür meldet man sich am PC in Googles Web-Market an und schickt sie per Ferninstallation auf das Smartphone, wo sie automatisch startet – was ein Dieb allerdings live am Display mitverfolgen und abbrechen kann.<<





Das mit der Ferninstallation funktioniert aber auch nur wenn W-lan oder mobile Datenverbindung aktiv sind. Und Hintergrunddaten müssen in jedem Fall auch aktiv sein.