Ohne Frage: Wer selbst Webspace bei einem Webhoster bucht und dort seine Blog-Software selbst installiert, hat die meisten Freiheiten. Aber das ist nicht für jeden Blogger die beste Wahl. Wenn es schnell gehen muss oder man noch keine Erfahrung im Bloggen hat, können Blogging-Plattformen, bei denen man sich um die technischen Aspekte nicht kümmern muss, die bessere Alternative darstellen.
Für manch einen ist zudem von Bedeutung, dass man auf diesen Plattformen in der Regel kostenlos ein Blog betreiben kann. Wer es ernst meint mit dem Bloggen, sollte ein paar Euro im Monat investieren, meine ich. Zumindest wenn es um ein langfristiges Projekt geht. Allerdings bieten manche Bloghoster ja ebenfalls die Möglichkeit, gegen Bezahlung mehr Leistung für das eigene Blog zu erhalten. Außerdem ist es ehrlich gesagt schon reizvoll, sich um Updates und Sicherheitsfragen nicht selbst kümmern zu müssen.
Das Portal getestet.de hat letzten Monat fünf bekannte Blog-Anbieter genau untersucht und verglichen. Über das Ergebnis des Tests lesen wir in einer Pressemitteilung:
>>Getestet.de, das Portal für branchenübergreifende Tests im Internet, hat fünf kostenfreie Blog-Systeme verglichen. WordPress.com wurde mit einem “sehr guten” Urteil Testsieger. Blogger.com von Google landete hinter blog.de nur auf dem dritten Platz. Sowohl beim Speicherplatz, als auch in der Anzahl der Designs bieten die beiden Erstplatzierten mehr als das Google-Portal Neben den Leistungen war auch die Nutzerfreundlichkeit der Anbieter unterschiedlich. Während HTML-Kenntnisse bei der Blogerstellung fast nirgends notwendig waren, erwiesen sich gute Englischkenntnisse als wichtig. Mit Ausnahme von blogger.de war es bei allen Plattformen möglich, einen einfachen Blog innerhalb von zehn Minuten zu erstellen und online zu bringen.
Kurznachrichten, Videos oder Links lassen sich schnell und bequem in sozialen Netzwerken teilen. Wer allerdings mehr zu sagen hat, als die meist begrenzten Zeichenanzahlen hergeben, der betreibt seinen eigenen Blog. Das geht im Handumdrehen und ist umsonst. Wobei man bei der Auswahl eines geeigneten Blogsystems achten sollte, hat Getestet.de herausgefunden. Das internationale Bloggernetzwerk WordPress erreichte mit 1,5 (“sehr gut”) das beste Testergebnis. Ein Blog ist hier kostenlos und einfach einzurichten, der Speicherplatz ist mit 3 GB riesig und es wird sich vom Setup über das Spam-Management bis hin zur Sicherheit um alles gekümmert. Allerdings ist die Blogerstellung ohne gute Englischkenntnisse nicht ganz einfach. Platz zwei erreichte der einzige rein deutschsprachige Dienst blog.de (1,9), bei dem allerdings reichlich Werbung in kostenfreie Blogs integriert wird. Dahinter platzierten sich blogger.com (2,3), beepworld.de (2,8) und blogger.de (3,1).
Fazit: Die Entscheidung für den einen oder anderen Blog-Dienst wird in erster Linie davon abhängen, wie schnell und wie gut sich der (künftige) Blogger im jeweiligen System des Anbieters zurechtfindet. Das wiederum ist davon abhängig, welche individuellen technischen Vorkenntnisse mitgebracht werden und ob die Englischkenntnisse ausreichen. Egal, wer am Ende das Rennen macht: Ein Blog ist in jedem Fall innerhalb von weniger als fünf Minuten erstellt und sofort onlinefähig. Neuigkeiten können so in Windeseile in die Welt hinausgeschickt werden. Leser lassen sich recht schnell gewinnen, da Google die Blogs bereits wenige Tage nach Erstellung findet. Zudem bieten die Blogsysteme verschiedene Vernetzungsmöglichkeiten für die eigenen Inhalte. Alle Dienste erfüllen also ihren Zweck.<<
Ausführliche Informationen zum Test gibt es in einem Artikel bei getestet.de.




