Zahlreiche Medien, allen voran natürlich die Fernsehsender, berichten dieses Jahr immer wieder vom Ende des analogen Fernsehens. Viele Fernsehzuschauer, die noch analog via Satellit ihre Programme empfangen, haben bislang nicht auf digitalen TV-Empfang umgestellt. Um die letzten paar Millionen analogen Sat-Haushalte zu erreichen, muss ein großer Aufwand getrieben werden.
Zumindest kann man den Kampagnen nicht vorwerfen, dass damit niemand erreicht würde. Doch, die Informationen zur Analogabschaltung kommen an – allerdings nicht nur bei den Fernsehzuschauern, die man eigentlich erreichen möchte. Viele Zuschauer, die ihre TV-Signale analog via Kabel empfangen, denken, dass die Abschaltung des analogen Fernsehens sie auch betreffe.
Völlig falsch ist das nicht, denn die Kopfstationen der Kabelnetzbetreiber werden  nach der Abschaltung der analogen Übertragung der TV-Signale für den Satellitenempfang diese auch nicht mehr erhalten. Es endet nicht bloß die analoge Verbreitung via Satellit, sondern die Fernsehsender senden selbst nicht mehr analog. Indirekt betrifft die Analogabschaltung daher auch Zuschauer mit Kabelanschluss.
Die Kabelnetzbetreiber halten jedoch am analogen Fernsehen fest und wandeln die digitalen Signale daher für ihre Kunden extra um. Das bedeutet: Obwohl der Kabelempfang vom Ende des analogen Fernsehens betroffen ist, müssen die Kabelkunden selbst nicht aktiv werden, sondern die Kabelnetzbetreiber kümmern sich um das Problem.
Kümmern müssen sich die Kabelanbieter allerdings auch um ihre verunsicherten Kunden. Kabel Deutschland hatte eine Umfrage in Auftrag gegeben, wonach rund jeder dritte Kabelkunde denkt, dass er bald kein analoges Kabelfernsehen mehr hat.
Umfrage ergibt: Einer von drei Kabelkunden glaubt, er sei ebenfalls betroffen
Über die Ergebnisse der Befragung schrieb Kabel Deutschland zum Monatsanfang in einer Pressemitteilung:
>>Am 30. April 2012 wird das analoge Satellitenfernsehen abgeschaltet. Das Kabelnetz von Kabel Deutschland ist davon nicht betroffen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Kabel Deutschland wissen jedoch 30,7 Prozent der Deutschen noch nicht, dass die Kabelkunden von der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens nicht betroffen sind. Die Hälfte der Befragten ab 14 Jahre (50,1 Prozent) wussten bereits, dass die Kabelkunden generell keine Abschaltung des analogen Fernsehens zu befürchten haben. Lediglich 1,3 Prozent der Deutschen konnten mit dem Thema ‚Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens’ gar nichts anfangen.
Kunden von Kabel Deutschland haben Wahl zwischen analog und digital
Kabel Deutschland wird die analogen Fernsehprogramme weiterhin verbreiten – parallel zu den digitalen und hochauflösenden Sendern (HD). „Unsere Kunden sollen die freie Wahl zwischen dem analogen und dem digitalen Angebot haben. Eine ‚Zwangsdigitalisierung’ würde die Sehgewohnheiten vieler langjähriger Kunden einfach ignorieren“, so Dr. Adrian von Hammerstein, Vorstandsvorsitzender von Kabel Deutschland. Satellitenkunden, die in ihrer Wohnung auch über einen Kabelanschluss verfügen, können zum TV-Kabel wechseln.
Analog und digital – Was ist der Unterschied?
Die digitale TV-Verbreitungstechnik bietet eine weitaus bessere Bild- und Tonqualität und braucht weniger Bandbreite im Kabel. Das heißt, dass auf einem Kanal mehrere Programme eingespeist werden können. Das bietet die Möglichkeit einer viel größeren Programmvielfalt im digitalen Kabel. Analoge Programme können mit einem herkömmlichen Fernseher ohne weitere Zusatzgeräte genutzt werden. Für den Empfang von digitalen Programmen brauchen die Fernsehnutzer geeignete Geräte.<<





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