Warum E-Books jetzt den Durchbruch schaffen

Dem Durchbruch bei Tablet-Computern, der mit der Vorstellung des ersten iPads seinen Anfang nahm, werden wohl auch E-Books ihren Durchbruch verdanken. Zumindest in Deutschland. In den USA lesen schon viele Menschen lieber mit einem E-Book-Reader wie dem Kindle von Amazon als in einem gedruckten Buch.

Wesentlich besser zum langen Lesen geeignet sind zwar spezielle E-Book-Reader, doch Media-Tablets wie das iPad und Smartphones eignen sich in Maßen ebenfalls zum Lesen elektronischer Bücher. Damit ist die Gerätebasis sehr viel größer, was nicht zu unterschätzen ist als Erfolgsfaktor.

Die Preise von speziellen E-Book-Lesegeräten fallen aber derzeit ebenfalls. Amazon bietet in Deutschland seinen neuesten Kindle für 99 Euro an. Ob man sich an Amazon binden möchte beim elektronischen Lesen, sollte man sich zwar gut überlegen. Der Preis ist aber so niedrig, dass sich viele Menschen jetzt erstmals ernsthaft Gedanken über die Anschaffung eines E-Book-Readers machen werden. Ich glaube, dass nun wirklich der Durchbruch für E-Books in Deutschland bevorsteht.

Beim Magazin CHIP wollte man es genau wissen und nahm eine Marktanalyse vor. Die Experten rechnen damit, dass sich im Weihnachtsgeschäft neben Tablet-Computern auch E-Book-Reader gut verkaufen werden. In der Pressemitteilung zum aktuellen Heft lesen wir:

>>Jahrelang fristeten sie in Deutschland ein Nischendasein, jetzt stehen E-Books hierzulande vor dem großen Durchbruch. Das hat eine Marktanalyse durch das Technikmagazin CHIP ergeben. Für diesen Trend, so die Experten aus der Redaktion, gibt es zwei Gründe: Zum einen steigt die Verfügbarkeit von geeigneten Lesegeräten – allen voran Apples iPad. Zum anderen investieren Verlage verstärkt in den Ausbau ihres digitalen Bücherangebots.

Von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) über den Börsenverein des deutschen Buchhandels bis hin zum Online-Händler Amazon sind sich alle einig, dass den E-Books die Zukunft gehört. „Die kritische Masse im E-Book-Markt ist überschritten“, meint Josef Reitberger, stellvertretender Chefredakteur von CHIP. Wurden 2009 in Deutschland gerademal drei Millionen Euro mit digitalen Büchern umgesetzt, wird es bis 2015 das Hundertfache sein, so eine Prognose des Statistikportals statista.

Da seit dem Boom von Tablet-PCs immer mehr potenzielle Kunden ein Lesegerät besitzen, setzen auch die Verlage verstärkt auf den Ausbau ihres E-Book-Angebots: Laut GfK werden langfristig wohl 80 Prozent der Verlage digitale Bücher im Programm haben. Besonders gefragt bei den Kunden sind derzeit E-Books aus den Bereichen Belletristik und Ratgeber, die zusammen fast 85 Prozent des gesamten Umsatzes ausmachen.

Allein die hohen Verkaufspreise sowie ein restriktives Rechtemanagement hemmen momentan noch das Wachstum der E-Books. „Obwohl Herstellungs-und Vertriebskosten niedriger sind als für gedruckte Bücher, geben die Verlage diesen Vorteil bisher kaum weiter – wohl auch aus Sorge, dass das konventionelle Buchgeschäft darunter leiden könnte“, so Josef Reitberger. Aus dem gleichen Grund weigern sich viele Verlage auch, auf umständliche Kopierschutz-Mechanismen zu verzichten. Dennoch: „Tablets und E-Book-Reader werden in diesem Weihnachtsgeschäft der Renner sein“, prognostiziert Reitberger.

Die wichtigsten E-Book-Reader und wie sie sich optimal nutzen lassen – ein Top-Thema in der aktuellen CHIP-Ausgabe 11/2011.<<

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  1. Wie entwickelt sich der Markt für E-Books in Deutschland? | billigberaten.biz - Sonntag, 16. Oktober 2011

    [...] Durchbruch für E-Books steht kurz bevor, davon liest man dieser Tage wieder sehr viel. In einigen Ländern haben sich [...]

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