Beim Kauf neuer elektrischer Geräte aller Art hat man es in der Hand, seine laufenden Kosten im Haushalt zu senken. Viel zu viele Verbraucher unterschätzen immer noch, wie viel ihnen der Kauf sparsamer Geräte in finanzieller Hinsicht einbringt. Eine wichtige Orientierungshilfe vor dem Kauf stellen Kennzeichnungen zum Stromverbrauch dar.
Vor wenigen Wochen wurde das neue EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Haushaltsgroßgeräten und Fernsehern eingeführt. Besonders bei TV-Geräten achten erst wenige Käufer auf den Energieverbrauch. Dabei läuft der Fernseher in deinem durchschnittlichen Haushalt 226 Minuten pro Tag. Da kommt im Jahr einiges für die Stromrechnung zusammen!
Auf das Fernsehen muss man deshalb aber nicht verzichten. Ich bin der Meinung, dass man letztlich nicht nur Geld spart, wenn man möglichst oft zu Hause bleibt und fernsieht. Vor dem Fernseher auf der Couch zu sitzen belastet die Umwelt sehr viel weniger als so viele andere Tätigkeiten – nicht zuletzt deshalb, weil man nicht erst mit einem Auto an einen anderen Ort fahren muss. Zu Hause kann man auf Ökostrom umsteigen, hier hat man es in der Hand, wie die benötigte Energie erzeugt wird.
Trotzdem ist es sinnvoll, einen sparsamen Fernseher zu haben. Im Laufe der gesamten Nutzungszeit kann man dadurch mehrere Hundert Euro beim Strom einsparen. Das kann im Einzelfall die Hälfte bis zwei Drittel des Kaufpreises für den Fernseher selbst ausmachen. Ja, das neue EU-Label für Fernseher ist nicht besonders ehrgeizig, doch es stellt einen guten Anfang dar – schon weil es das Bewusstsein der Verbraucher schärft.
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH schrieb letzten Monat zur Einführung des Labels in einer Pressemitteilung:
>>Das neue EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Haushaltsgroßgeräten und Fernsehern wird verbindlich: Ab dem 30. November müssen alle Kühl- und Gefriergeräte, die im Einzelhandel zum Verkauf angeboten werden, mit dem neuen Label ausgezeichnet werden. Darauf weist die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hin. Mit dem Label wird auch die neue Energieeffizienzklasse A+++ für sehr effiziente Kühl- und Gefriergeräte gültig*. Bei Fernsehgeräten wird erstmals ein europaweit einheitliches Energieverbrauchsetikett eingeführt. Hier gilt A als beste Energieeffizienzklasse.
Verbraucher profitieren von dieser Regelung, da Unterschiede im Stromverbrauch zwischen aktuellen Geräten zukünftig deutlicher sichtbar werden. Beim Kauf eines neuen Geräts lohnt es sich auf jeden Fall, sich an der jeweils besten Energieeffizienzklasse zu orientieren: So verbraucht ein Kühl- und Gefriergerät der Klasse A+++ rund 60 Prozent weniger Strom als ein in der Ausstattung vergleichbares Gerät der Klasse A.
Das neue Label ähnelt grundsätzlich dem bisherigen Etikett, das Verbraucher von Haushaltsgroßgeräten bereits kennen: Verschiedene Energieeffizienzklassen geben Auskunft über den Stromverbrauch eines Modells. Wie bisher sind die Kategorien mit Farbbalken von Grün (sehr effizient) bis Rot (sehr ineffizient) hinterlegt. Neu auf dem Label sind Piktogramme, die dem Verbraucher Auskunft über weitere technische Eigenschaften eines Geräts geben.
Am 20. Dezember wird die neue Kennzeichnung dann auch für Waschmaschinen und Geschirrspüler verpflichtend. Für Elektrobacköfen, Raumklimageräte, Wäsche- und Waschtrockner bleibt das EU-Label in seiner bisherigen Form gültig. Hier werden besonders energieeffiziente Geräte nach wie vor mit der Energie-effizienzklasse A ausgezeichnet.
Weitere Informationen rund um das Thema Stromeffizienz im Haushalt unter www.stromeffizienz.de oder bei der kostenlosen Energie-Hotline: 08000 736 734. Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Kampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
* Für Kühl- und Gefriergeräte galt seit 2004 eine Skala von A++ (sehr niedriger Stromverbrauch) bis G (sehr hoher Stromverbrauch).<<




