Gute Bildqualität ist ein entscheidendes Kaufkriterium bei Computerbildschirmen. Daneben sollte der Stromverbrauch aber ebenfalls berücksichtigt werden. Das ist nicht nur wichtig für die Umwelt.
Wer einen billigen Monitor kauft und dann unnötig Geld für Strom ausgibt, macht vielleicht seinen Stromversorger glücklich. Am Ende wird aus einem günstigen Monitor so aber ein schlechtes Geschäft. Je intensiver ein PC-Bildschirm genutzt wird, desto mehr macht sich der Strombedarf des Geräts bemerkbar. Gerade PC-Monitore sind bei vielen Verbrauchern täglich für mehrere Stunden im Einsatz. 1.000 Betriebsstunden im Jahr sind nicht ungewöhnlich. Bei so manchen Nutzer läuft der Computer und damit der Monitor weit länger.
Schon auf ein Jahr gerechnet geht es hier um ein nicht unerhebliches Sparpotenzial, doch der wichtigste Maßstab sind die Kosten über die Gesamtnutzungszeit. Nutzt man den Bildschirm fünf Jahre in diesem Umfang, kommen 5.000 Betriebsstunden zusammen. Ein niedriger Kaufpreis ist dann gar nicht mehr so wichtig, was zählt, ist die Energieeffizienz des Monitors.
Wie ein Test der Zeitschrift COMPUTERBILD belegt, können günstige Monitore aber ebenfalls beim Energiebedarf überzeugen. Über den für die aktuelle Ausgabe durchgeführten Vergleichstest mit acht 24-Zoll-Monitoren heißt es im Pressetext:
>>Manchmal kommt es doch auf die Größe an, bestes Beispiel sind aktuelle 24-Zoll-Monitore für PCs: Auf die Bildschirmriesen passen Programmfenster, Werkzeugleisten, Notizen, eingehende E-Mails und noch viel mehr nebeneinander drauf. Damit nicht genug, denn die Modelle sind nicht nur beim Kauf, sondern auch im Alltag günstig wie nie – dank ihres geringen Stromverbrauchs. Das ergab ein Test der Fachzeitschrift COMPUTERBILD von acht 24-Zoll-Monitoren ab 140 Euro (Heft 1/2012, ab Samstag am Kiosk).
Alle getesteten Geräte stellen 1920 x 1080 Bildpunkte dar und haben matte Bildschirmoberflächen, störende Spiegelungen sind deshalb kein Thema. Bei einigen Modellen kann jedoch der Bildschirmrahmen Reflexionen verursachen. Alle acht Kandidaten haben einen analogen VGA-Eingang, für den digitalen Anschluss gibt es zusätzlich bei allen Modellen den Video- und Audioanschluss HDMI und/oder Digital-Video per DVI-Buchse. Bei vier Monitoren sind Lautsprecher an Bord, die jedoch eine eher bescheidene Klangqualität liefern. Umso besser sieht es in Sachen Bildqualität aus: Dank hoher Farbtreue und Schärfe eignen sich alle Testkandidaten für die üblichen PC-Arbeiten. Besonders wichtig für Spiele und Filme mit rasanten Actionszenen ist ein flotter Bildaufbau, ansonsten gibt der Monitor schnelle Bewegungen nur unscharf wieder. Am schnellsten bauten die Modelle von Acer, Asus und Samsung das Bild auf.
24-Zoll-Flachbildschirme verbrauchten vor vier Jahren noch rund 100 Watt. Heute hingegen schlucken die Testkandidaten, die allesamt sparsame LEDs für die Hintergrundbeleuchtung verwenden, lediglich zwischen 14,7 und 26,3 Watt. Damit sind sie gut gerüstet für die Energieeffizienzplakette, die neue Monitore mit HDMI-Anschluss seit Dezember tragen müssen. Vorbildlich: Anhand eines Sensors erkennt der Philips 247E3LPHSU (Testergebnis: 2,22; Preis: 179 Euro), ob der Nutzer vor ihm sitzt. Wenn nicht, reduziert der so genannte Powersensor die Bildhelligkeit und damit den Stromverbrauch.
Am Ende schaffte der Iiyama ProLite E2475HDS-B1 (Testergebnis: 2,11; Preis: 179 Euro) mit guter Bildqualität, geringem Stromverbrauch und guter Ausstattung den Testsieg. Prima: Im Lieferumfang sind alle Anschlusskabel enthalten. Der Preis-Leistungs-Sieger von AOC (E2450SWDA; Testergebnis: 2,18; Preis: 140 Euro) bietet ebenfalls gute Bildqualität, allerdings weniger Anschlüsse.<<
Den ausführlichen Test der 24-Zoll-Monitore könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe der COMPUTERBILD lesen. Mehr PC-Hardware-Themen sind auf www.computerbild.de/hardware zu finden.




