Videotelefonie am Telefon hat sich bislang zwar nicht durchgesetzt, doch am Computer schalten viele Nutzer von Instant-Messaging-Diensten wie Skype ihre Webcams ein, wenn sie mit jemandem sprechen. Wer ein halbwegs aktuelles Notebook oder Netbook besitzt, hat eine Webcam fast immer vor sich, wenn er vor dem Bildschirm sitzt. Die Kameras werden in die Rahmen eingebaut.
Eine Webcam für den PC zu kaufen, ist ebenfalls nicht teuer. Schon für weniger als zehn Euro bekommt man eine Webcam, die für einfache Videochats geeignet ist. Es lohnt sich allerdings, etwas mehr ausgeben. Das schlägt sich etwa in der Bildqualität oder der Soundqualität nieder. Chatten in HD-Videoqualität ist mit schnellen Internetverbindungen und einem ausreichend leistungsfähigen Computer dann kein Problem mehr.
Smartphones besitzen fast alle ebenfalls eine zweite Kamera an der Frontseite, die speziell für Videochats gedacht ist. Videogespräche sind für viele Menschen heute schon alltäglich. Gruppengespräche mit Videoübertragung sind aber noch die Ausnahme.
Das könnte sich allerdings ändern, denn das Interesse an gemeinsamen Videochats scheint vorhanden zu sein. Zu diesem Thema hat Skype kürzlich die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht. In der Presseinfo heißt es:
>>Eine neue Studie der GfK-Marktforschung hat im Auftrag von Skype das Interesse für Gruppen-Videogespräche unter den Deutschen ausgelotet. Die Befragung zeigt, dass das Interesse vor allem bei den Altersgruppen unter 40 Jahren besonders rege ist. Unter anderem können sich die Deutschen Fernsehabende vorstellen, die sie gemeinsam – jedoch an verschiedenen Orten – erleben. Auch begrüßen viele die Möglichkeit, Familienkonferenzen mit entfernt lebenden Angehörigen per Gruppen-Videoanruf abzuhalten. Befragt wurde eine repräsentative Stichprobe aus knapp 1000 Personen ab 14 Jahren.[1]
Gruppen-Videoanrufe wie der von Skype angebotene Service machen es möglich: Egal, an welchem Ort der Welt Freunde und Familienangehörige gerade sind, können sie doch gemeinsam bei Casting-Shows mitfiebern, das Champions-League-Finale bejubeln oder Familienkonferenzen abhalten. Und das Interesse der Deutschen für diesen Service ist durchaus vorhanden, so ein Ergebnis der GfK-Studie.
So können sich 29,1 Prozent der Befragten vorstellen, mit Freunden in einer Gruppen-Videokonferenz Fernsehsendungen oder Sportveranstaltungen unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort gemeinsam zu erleben und sich darüber auszutauschen. Vor allem in der Gruppe der unter 40-Jährigen war dafür das Interesse besonders groß. So konnten sich 72,7 Prozent der 14- bis 19-Jährigen einen solchen gemeinsamen Fernsehabend vorstellen, sowie 52,1 Prozent der 20- bis 29-Jährigen und 42,7 Prozent der 30- bis 39-Jährigen.
Getrennt, aber nicht allein
Auch Familienangelegenheiten scheinen sich per Gruppen-Videoanruf gut besprechen zu lassen. Mehr als die Hälfte der Befragten (50,6 Prozent) gab an, dass sie sich vorstellen können, Familienkonferenzen auf diese Art und Weise abzuhalten. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn sich Familienmitglieder an verschiedenen Orten befinden, etwa wenn Kinder im Ausland studieren oder bei wichtigen Ankündigungen wie Verlobungen oder sogar für eine Führung durch die neue Wohnung.
Auch dem Lernen und Zusammenarbeiten per Gruppen-Videoanruf steht fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer (23,2 Prozent) offen gegenüber. Dabei kann es zum Beispiel um virtuellen Unterricht in der Gruppe gehen oder um Projekte innerhalb studentischer Lerngruppen. Vor allem die 14- bis 19-Jährigen sehen hier offensichtlich eine interessante Lernmöglichkeit, diese Gruppe machte 49,8 Prozent derjenigen aus, die sich dem Lernen per Gruppen-Videogespräch gegenüber generell aufgeschlossen zeigten.
[1] “Skype” – Repräsentative Umfrage der GfK durch den CLASSIC BUS unter 1000 Personen ab 14 Jahren. 2011.<<






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[...] Gratisgespräche ganz einfach möglich, wenn dafür ein Instant Messaging Service wie Skype oder Google Talk verwendet [...]