Wichtige Daten in der Cloud speichern – Millionen Deutsche vertrauen bereits darauf

von Sonntag, 10. März 2013Allgemein

Was macht Ihr mit Dateien, die keinesfalls verlorengehen dürfen? Wie sichert Ihr Euch da gegen einen Datenverlust ab? Lokale Sicherheitskopien auf Festplatten sind zwar zu empfehlen, doch zusätzlich wichtige Dokumente und andere Daten online zu speichern, ist in vielen Fällen zu empfehlen.

Durch das Speichern in der Cloud sorgt man zunächst mal für eine zusätzliche Sicherheitskopie. Die geht nicht verloren, wenn es zu Hause beispielsweise einen Wohnungsbrand gibt. Praktisch am Speichern in der Cloud ist zudem, dass man auf diese Weise mit verschiedenen Endgeräten – auch wenn man nicht zu Hause ist – auf diese Daten zugreifen kann. Bestimmte persönliche Daten, die keinesfalls in die Hände Dritter gelangen sollten, sollte man eventuell doch nicht online speichern. Ein Restrisiko gibt es immer. Bei den meisten Daten sind die Gefahren allerdings recht gering. Manches sollte man dennoch nur verschlüsselt online speichern.

Wie weit das Speichern in der Cloud schon in Deutschland gekommen ist, hat man beim BITKOM untersucht. In einer Presseinfo heißt es zu den Ergebnissen einer Befragung:

>>Kostenpflichtige Speicherdienste werden stark nachgefragt. Mehr als 2 Millionen Deutsche geben Geld für Speicherplatz im Web aus, um dort Dokumente, Fotos und andere Dateien abzulegen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Vor allem junge Menschen nutzen den zusätzlichen Speicherplatz im Web. Sieben Prozent der 18- bis 29-Jährigen greifen auf entsprechende Angebote zurück. Zum Vergleich: Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es nur drei Prozent. „Cloud-Dienste wie Online-Speicher werden auch für immer mehr Privatpersonen attraktiv“, sagt Andreas Nowottka, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im BITKOM.

Der Online-Speicher wird häufig für die Dokumenten-Verwaltung eingesetzt. 59 Prozent der Nutzer von Cloud-Diensten legen dort Briefe, Präsentationen und digitale Rechnungen ab. Das entspricht rund 6 Millionen Deutschen. Der Vorteil entsprechender Online-Dienste: Man hat von überall, auch per Smartphone oder Tablet Computer Zugriff auf seine Dateien. Zudem sind sie dort besonders sicher. Cloud-Anbieter erstellen automatisch Sicherungskopien der gespeicherten Daten. Sogar beim Ausfall von Festplatten gehen keine Daten verloren. Auch wenn der eigene Computer gestohlen wurde, sind die Daten in der Cloud noch verfügbar. „Die Dokumentenverwaltung in der Cloud ist nicht nur komfortabel, sie erhöht auch die Sicherheit“, sagte Nowottka.

Cloud-Dienste zum Speichern von Office-Dokumenten gibt es von verschiedenen Anbietern. Einige der Services sind Bestandteil von Betriebssystemen oder Office-Programmen. Andere sind unabhängig von der verwendeten Software. In der Regel können viele der Dienste zunächst kostenlos genutzt werden. Hierfür ist zunächst lediglich eine Anmeldung notwendig. Bezahlt wird aber häufig dann, wenn das kostenlos zur Verfügung gestellte Speichervolumen überschritten wird.

Die Angebote der Cloud-Dienste unterscheiden sich im Funktionsumfang oft recht deutlich. Bei manchen werden die hochgeladenen Dateien automatisch auf die verschiedenen Geräte des Nutzers verteilt. Wurde eine Datei auf einem der Geräte bearbeitet, ist die neue Version auf allen anderen Mobilgeräten zugänglich, bei Desktop-PCs und Laptops wird sie sogar selbstständig heruntergeladen und gespeichert. Bei anderen Anbietern kann man die in der Cloud abgelegten Dokumente online weiter bearbeiten, entweder im Browser oder mit speziellen Apps für Mobilgeräte. Häufig können die in der Cloud abgelegten Dateien sehr einfach für andere zugänglich gemacht werden. Einige der Dienste erlauben sogar, gleichzeitig mit mehreren Personen an Dokumenten zu arbeiten.

Zur Methodik: Die Angaben zur Nutzung kostenpflichtiger Speicherdienste für persönliche Daten basieren auf einer Befragung vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des BITKOM. Befragt wurden 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland. Für die Angaben zur Speicherung von Office-Dokumenten in der Cloud wurden vom Meinungsforschungsinstitut Goldmedia 2.000 Internetnutzer ab 15 Jahren befragt. Alle Angaben sind repräsentativ.<<

Autor Oliver Springer

...kommt bald!

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