Was tun, wenn Festplatte oder USB-Stick nicht mehr funktionieren?

von Sonntag, 9. November 2014Hardware

Plötzlich funktioniert ein Speichermedium nicht mehr und wichtige Daten scheinen verloren zu sein. Das kennen viele Computernutzer. Allerdings kann man als Anwender leicht etwas dafür tun, dass ein Problem mit Festplatte, USB-Stick oder einem anderen Speichermedium nicht zu einem echten Problem wird.

Von wichtigen Daten braucht man Kopien. Das ist nicht schwer einzusehen und keine Erkenntnis des Computerzeitalters. Allerdings lassen sich digital gespeicherte Daten besonders einfach und komfortabel kopieren. Ja, man kann solche Vorgänge sogar in der Weise automatisieren, dass man sich im Alltag um Back-ups gar keine Gedanken machen muss. Es ist auch nicht nötig, teure Software zu kaufen, denn Gratis-Tools bieten für den Privatbereich in der Regel alles, was man braucht. Wer für Sicherheitskopien sorgt, kann bei einem Problem mit einem Speichermedium ziemlich entspannt bleiben.

Für die Sicherung großer Datenmengen bieten sich externe Festplatten an, am besten welche mit USB-3.0-Anschluss. Manche Daten kann man außerdem in der Cloud sichern, aber alle Arten von Daten sind bei einem Online-Speicher vielleicht nicht gut aufgehoben. Hier muss jeder selbst wissen, wo er die Grenze zieht.

Ist doch ein Speichermedium betroffen, dessen Daten man nicht ein zweites Mal besitzt, muss man nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen. Wie die Experten in der neuen Ausgabe der c’t zeigen, lassen sich die Daten in vielen Fällen noch retten.

Computermagazin c’t in seiner Ausgabe 24/14 | Bild: Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG

Computermagazin c’t in seiner Ausgabe 24/14 | Bild: Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG

In einer Pressemitteilung zum neuen Heft lesen wir:

>>Wenn die Festplatte oder der USB-Stick zicken und man nicht mehr an seine Daten herankommt, sollte man nicht in Panik verfallen. Manchmal hilft es schon, defekte Medien an einem anderen PC auszulesen, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 24/14.

Defekte Festplatten, Speichersticks oder SD-Karten, die die Herausgabe wichtiger Daten verweigern, zerren an den Nerven. „Bis­weilen lohnt sich schon ein einfaches Umstöpseln“, rät c’t-Redakteur Lutz Labs. „Anders als vorgesehen, verhalten sich Laufwerke und Datenträger in der Praxis keineswegs an jedem Computer identisch. So kann es gelingen, defekte Medien an einem anderen Rechner auszulesen und Daten zu retten.“

Darüber hinaus helfen verschiedene Rettungstools, zum Beispiel Photorec, das sich auf beschädigte Dateisysteme und versehentlich forma­tierte Datenträger spezialisiert hat. Das kostenlose, für alle gängigen Betriebssysteme verfügbare Programm stöbert Dateien anhand von Verzeichnisresten oder typischen Anfangskennungen wieder auf. Photorec kann nicht nur Fotos von irrtümlich formatierten Speicherkarten wieder­herstellen, sondern erkennt mehrere hundert Dateiformate aus den Bereichen Foto, Multimedia, Office, Datenbanken, Archive und ausführbare Programme.

Meldet sich die Festplatte jedoch nur mit einem rhythmischen Klackern, ist ohne einen professionellen Datenretter kaum etwas zu machen. Hier ist meist ein Headcrash voraus­gegangen, sodass die Köpfe die Spuren auf der Magnet­scheibe nicht mehr wiederfinden. Vor dem Gang zum Profi ist es hilfreich, sich einen Kostenvoranschlag geben zu lassen, da die Preise für die Datenrettung sehr unterschiedlich ausfallen. Und eine professionelle Rettung lohnt sich nur für Daten, deren anderweitige Anschaffung deutlich mehr Arbeit und Geld kosten würde.

„Hat man Glück und die Daten tauchen wieder auf, sollte man fürs nächste Mal gewappnet sein. Gegen einen Datenverlust gibt es im Prinzip nur drei Strategien: Backup, Backup und Backup“, sagt c’t-Experte Labs.<<

Autor Oliver Springer

...kommt bald!

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